Junge Frau erlaubt sich Scherz in Innsbruck 

Vermeintliches Baby im Inn: Einsatz kostet über 10.000 Euro 

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Innsbruck - Wegen eines schlechten Scherzes kam es am Montagabend zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte. Die Anruferin ist bislang noch unbekannt, die Kosten für den Einsatz aber enorm. 

Eine Jugendliche meldete am Montagabend ein Kind, welches im Inn bei Innsbruck treibe. Demnach soll eine Mutter ihr Baby in einem Korb in den Fluss gesetzt haben. Nach dem Anruf rückten über 150 Rettungskräfte von Feuerwehr, Polizei, Wasserrettung und Rettung aus, um das vermeintlich vermisste Kind zu suchen. 

„Wir haben den Inn mit Booten abgefahren und die Feuerwehren haben unterdessen alle Brücken in der Stadt ausgeleuchtet", erklärt Konrad Kirchebner, Sprecher der Tiroler Wasserrettung gegenüber der Tiroler Tageszeitung Online

Anruferin bislang noch unbekannt 

Nach einer Stunde wurde der Einsatz beendet, da Ermittlungen ergeben hatten, dass die hinterlegte Nummer und der Name der jungen Anruferin nicht stimmten. 

Auch wenn es schwierig ist, die Anruferin auszuforschen, werde man weitere Ermittlungen durchführen, heißt es von Seiten der Landespolizeidirektion Tirol. Die Beweggr ünde für den Scherz-Anruf sowie die Identität der Anruferin sind bislang noch völlig unklar.  

Einsatz kostet rund 10.000 Euro

Auch wenn es sich um einen schlechten Scherz handelte, entstanden durch den rund zweistündigen Einsatz der 150 Rettungskräfte, Kosten in fünfstelliger Höhe welche verrechnet werden könnten

Laut dem Bundesfeuerwehrverband gilt für die Einsatzstunde eines Feuerwehrmannes ein Stundensatz von 24 Euro. Bei einem knapp zweistündigen Einsatz von 150 Helfern kommt man da auf über 7.000 Euro. Hinzu würden theoretisch auch Kosten für die Fahrzeuge und Gerätschaften kommen.

Freiheitsstrafe nach Falschmeldung 

Wer vorsätzlich eine falsche Notmeldung absetzt, kann in Österreich vom Gericht mit einer Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit einer Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen bestraft werden.

jg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa/Fotomontage

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