Tirols Landeshauptmann zieht positive Bilanz

Straßensperren in Tirol: Etwa 1.000 Autofahrer zurückgeschickt

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Innsbruck/Tirol - Am vergangen Wochenenden sperrte die Landesregierung Tirol einige Landstraßen. Landeshauptmann Günther Platter zieht eine positive Bilanz und will an den Fahrverboten festhalten.

Zum ersten Mal sperrte die Landesregierung Tirol am Samstagmorgen, denn 22. Juni, von 7 Uhr bis Sonntagabend, den 23. Juni, um 19 Uhr einige Landstraßen. Landeshauptmann Günther Platter zieht eine positive Bilanz am ersten Wochenende: "Die Fahrverbote wirken. Wir verzeichnen bereits eine deutlich  spürbare Entlastung in den betroffenen Tiroler Gemeinden." Die Beamten verwiesen am vergangenen Wochenende mehr als 1.000 Fahrzeuge im Bereich Innsbruck und im Wipptal zurück auf die Autobahnen und der Brennerbundesstraße. 

Innerhalb von vier Stunden wurden am Samstag bei der Ausfahrt Nösslach etwa 350 Fahrzeuge zurückverwiesen, am Sonntag bei der Ausfahrt Mühlbach mehrere hundert. "Die positiven Rückmeldungen seitens der Menschen in den betroffenen Ortschaften bestärken uns darin, dass wir mit diesem Schritt eine Punktlandung gemacht haben", sagte Platter gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Der Landeshauptmann bedankt sich bei allen einheimischen und ausländischen Autofahrern für ihr kooperatives Verhalten und will weiter an den Fahrverboten an besonders verkehrsträchtigen Tagen festhalten.

Vorbericht

Tirols Landesregierung verhängte für Durchreisende bis Mitte September jeweils am Wochenende von Samstag 7 Uhr bis Sonntag 19 Uhr ein Fahrverbot. Damit soll verhindert werden, dass Autofahrer sich die Maut sparen oder einen Stau ausweichen können. Zuletzt kündigte Landeshauptmann Platter an, die Sperren auf die Bezirke rund um Kufstein und Reutte ausdehnen zu wollen. CSU-Ministerpräsident Markus Söder will gegen die Fahrverbote vorgehen und eine Klage bei der EU einreichen. Er kritisiert das das Vorgehen des Nachbarn und bezeichnet es als "diskriminierend", weil dadurch die Reisefreiheit massiv eingeschränkt wird.

Quelle: rosenheim24.de

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