In der islamischen Welt beginnt der Ramadan

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Ein Muslim in bahrain am perischen Golf. In der islamischen Welt beginnt der Fastenmonat Ramadan.  

Kairo - Für mehr als eine Milliarde sunnitische Muslime hat am Mittwoch der Fastenmonat Ramadan begonnen. Was das für die Gläubigen bedeutet:

Hochrangige Religionsgelehrte in Ägypten, Saudi-Arabien, Indonesien und anderen islamischen Ländern hatten in der Nacht zuvor die Neumondsichel gesichtet. Dies bildete die Voraussetzung dafür, dass sie den Ramadan ausriefen. Auch in den meisten anderen sunnitisch-islamischen Ländern, darunter die Türkei, Afghanistan, die Golfstaaten und die Palästinenser-Gebiete, begannen die Menschen mit dem täglichen Fasten.

Im schiitischen Iran wurde der Beginn des Ramadan auf diesen Donnerstag festgesetzt. Im Irak gehen die Glaubensrichtungen, wie schon in den vergangenen Jahren, getrennte Wege. Während die Sunniten bereits am Mittwoch fasteten, folgen ihnen die Schiiten, die mit rund 60 Prozent die Bevölkerungsmehrheit stellen, einen Tag später.

Im neunten Monat des islamischen Mondkalenders sollen Muslime von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr verzichten. Von den Vorschriften ausgenommen sind Kranke, Alte, Kinder, Reisende und Schwangere. Der Ramadan als Zeit der Besinnung soll den Glauben und die Selbstdisziplin der Gläubigen stärken.

Das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang (iftar) beginnt in der Regel mit dem Verzehr einer Dattel. Darauf folgt eine Suppe, im Anschluss daran ein oft opulentes Mahl, das häufig im Freundes- und Familienkreis eingenommen wird. Der Ramadan dauert 30 Tage. Abgeschlossen wird die Fastenzeit traditionell mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr).

dpa

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