Tragischer Unfall auf Brücke

Junge stürzt sich von Brücke - überlebt, aber tötet dabei eine 22-jährige Frau

Marisa H. wollte ihr Leben Kindern und Jugendlichen widmen, die an einer Depression leiden. Dazu wird es nie kommen, da sie von einer auf die andere Sekunde aus dem Leben gerissen wurde - weil sie ihr Auto zur falschen Zeit am falschen Ort fuhr. 

Vienna - Die 22-Jährige Marisa H. war vergangen Samstagnachmittag mit ihrem Freund auf einer Autobahn im US-Bundesstaat Virginia unterwegs, als etwas passierte, das die beiden nicht ahnen konnten: Während sie gerade unter einer Überführung entlang fuhren, stürzte jemand von der Brücke auf die Straße. Wie die Washington Post berichtet, landete die Person auf dem Auto des Pärchens. Dabei handelte es sich um einen zwölfjährigen Jungen, der sich selbst das Leben nehmen wollte. 

Von dieser Überführung stürzte sich der Junge:

Der Beifahrer lenkte das Auto sofort nach dem Aufprall weg von der Autobahn, um noch Schlimmeres zu verhindern. Doch leider kommt für die 22-Jährige Marisa H. jede Hilfe zu spät: Sie stirbt noch am Unfallort - laut einer Sprecherin an den Verletzungen, die der Aufschlag des Schulkindes mit sich brachten.

Während Ärzte die junge Frau für tot erklärten, wurde der Zwölfjährige mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Der Beifahrer übersteht den Unfall, zumindest körperlich, ohne Schäden. 

Die Mutter der Verstorbenen berichtete, dass die 22-Jährige klinische Psychologie studierte, um depressiven Kindern zu helfen. Sie sagte, es sei „ironisch“, dass ihre Tochter starb, weil ein Junge, dem sie vielleicht hätte helfen können, versuchte sich umzubringen. 

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de/.

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