Filmreifer Raubzug in Paris

Juwelier-Überfall mit Beilen und Rauchbomben

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In diesem Luxus-Juwelierladen passierte der filmreife Überfall.

Paris - In einem filmreifen Überfall haben rund 15 Räuber am Freitag in einem Pariser Nobelviertel einen Juwelierladen etwa 20 sehr wertvolle Schweizer Uhren erbeutet.

Der spektakuläre Überfall ereignete sich den Polizei-Angaben zufolge gegen Mittag nahe der Place Vendôme, wo mehrere Nobel-Juweliere angesiedelt sind. Zunächst seien zwei gut gekleidete Männer in die Boutique gekommen, berichtete der Sprecher. Sie hätten anschließend einem dritten, bewaffneten Mann die Tür geöffnet. Daraufhin seien sechs bewaffnete und vermummte Komplizen in den Laden gestürmt, hätten mit Schlagstöcken und Beilen Vitrinen zertrümmert und die Uhren an sich gerissen.

Vor dem Laden waren laut Polizeibericht ein weiteres Dutzend Komplizen auf der Lauer, die Rauchbomben zündeten und der Bande so die Flucht erleichterten. Zwei der Räuber seien kurz danach dingfest gemacht worden, sagte ein Polizeisprecher. Sie stammten aus Osteuropa. Der Gesamtwert der Beute war zunächst nicht bekannt. Den Polizeiangaben zufolge können Uhren dieser Art pro Stück mehrere Hunderttausend Euro kosten.

Das Vorgehen bei diesem Überfall sei neu gewesen, erläuterte Kommissar Francis Vincenti der Nachrichtenagentur AFP. Raubüberfälle mit rund 15 Beteiligten seien "sehr selten", genau wie die Flucht der Täter zu Fuß. In dem fraglichen Viertel gibt es zahlreiche Überwachungskameras. Allein am Eingang der überfallenen Boutique sind zwei Kameras installiert.

Am 9. September waren im gleichen Stadtteil von Paris Räuber mit einem Wagen in einen Juwelierladen gefahren und hatten dort in einer Blitzaktion Schmuck im Wert von rund zwei Millionen Euro erbeutet. Frankreichs Innenminister Manuel Valls kündigte daraufhin ein härteres Vorgehen gegen bewaffnete Raubüberfälle an. Deren Zahl ist in Frankreich in letzter Zeit stark angestiegen.

afp

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