Kältetote und Verkehrskollaps: Minus 20 Grad in Moskau

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Moskau friert: Der Wintereinbruch machten den Bewohnern schwer zu schaffen. Minustemperaturen um minus 20 Grad sorgen für Verkehrskollaps, eingefrorene Handys und Bankautomaten .

Moskau - Kältetote, Verkehrskollaps, eingefrorene Handys und Bankautomaten: Die an heftigen Frost gewöhnten Bewohner der russischen Hauptstadt Moskau bibbern seit Tagen unter eisigen Temperaturen von um die minus 20 Grad.

In der Nacht zum Freitag erfror ein Mann. Damit stieg die Zahl der Kältetoten in der Metropole seit Anfang November auf 19, teilten die Behörden nach Angaben der Agentur Interfax mit. Dutzende Menschen erlitten Erfrierungen. Der Energiebedarf Moskaus erreichte unterdessen einen neuen Rekordwert.

Metropole verbrauchte an einem Tag 17,2 Gigawatt Strom

Die Metropole verbrauchte am vergangenen Mittwoch 17,2 Gigawatt Strom und damit mehr als im Rekordwinter 1978, berichtete die Zeitung “Kommersant“ (Freitag). Der weltweit größte Gasproduzent Gazprom empfahl wegen der erhöhten Energienachfrage seinen Kunden bereits, die vereinbarten Gasmengen nicht zu überschreiten. Deshalb stiegen einige Firmen bereits auf teureres Öl zur Stromgewinnung um.

Auch NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen musste dem russischen Winter Tribut zollen. Seine Militärmaschine konnte wegen des harschen Frosts erst am Freitagmittag statt ursprünglich am Donnerstagabend nach Brüssel zurückfliegen. “General ,Winter' hat entschieden, ihn nicht aus dem Land zu lassen“, sagte der russische NATO-Botschafter Dmitri Rogosin nach Angaben von Interfax. In vielen anderen Teilen Russlands hatten die Menschen ebenfalls mit dem Winterwetter zu kämpfen. In der ostrussischen Republik Tuwa sank das Thermometer gar auf unter minus 40 Grad.

Für tausende Schulkinder brachten die eisigen Temperaturen allerdings eine willkommene Abwechslung mit sich: Sie bekamen “Kältefrei“.

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