Lebertumor: Kanzlergans Doretta ist tot

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Doretta starb bereits im Mai an einem Lebertumor.

Berlin - Kanzlergans Doretta schnattert nicht mehr. Ursprünglich sollte sie vor gut neun Jahren als Weihnachtsbraten der Familie von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder enden.

Stattdessen starb sie bereits im Mai an einem Lebertumor.

Das bestätigte am Freitag Gänsebetreuerin Elke Gruse vom Berliner Altenheim “Haus Schönow“. Dort hatte Doretta, die dank des Einspruchs von Schröders Stieftochter Klara vor dem Backofen gerettet worden war, jahrelang ihr Gnadenbrot bekommen.

Weil die Gans eigentlich ein Gänserich war, wurde Doretta nach ihrer Amtszeit als Kanzlergans von den Senioren des Heims umgetauft in “Schröder“. Das Tier wurde rund 10 Jahre alt. “Doretta“ hat nach ihrer Rettung ein bewegtes Leben hinter sich: Nach einiger Zeit auf einem brandenburgischen Bauernhof wechselte sie als “Therapie-Gans“ zu den Bewohnern des Altenheims in Berlin- Zehlendorf.

„Schröders“ Gefährtin hieß „Frau Merkel“

Dort gab es nicht nur den angemessenen Namen “Schröder“, sondern auch eine Gefährtin, die von den Senioren “Frau Merkel“ oder vertraulich “Angie“ gerufen wurde. Wie es hieß, hatten auf der Wiese hinter dem Heim “Schröder“ und “Frau Merkel“ so einiges zu beschnattern. Pflegerin Elke Gruse wollte dabei beobachtet haben, dass meistens “Angie“ das große Wort führte und “Schröder“ schweigsam hinterhertrottete.

“Schröder“ alias Doretta sei gegenüber einigen Bewohnern “manchmal etwas launisch und bissig“ gewesen, berichtete die Tierpflegerin. Weil sich die Senioren an die Freundschaft mit den beiden Gänsen gewöhnt hatten, ist inzwischen für “Schröder“, den eine Leberzirrhose und ein Lebertumor dahinrafften, an der Seite von “Frau Merkel“ lebhafter Ersatz gefunden worden. “Der neue Ganter heißt Tyson, nach dem Boxer“, sagte die Pflegerin.

dpa

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