Tier drohte zu erfrieren

Seltsame Klopfgeräusche: Verletzter Kater kratzt an Fensterscheibe und bittet Frau um Hilfe

Der orangefarbene Kater klopfte an der Fensterscheibe seiner Retterin.
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Der orangefarbene Kater klopfte an der Fensterscheibe seiner Retterin.

Ein streunender Kater klopft an die Fensterscheibe einer Frau und bittet sie um Hilfe - und kann deshalb gerade noch gerettet werden. Er drohte, draußen zu erfrieren.

Québec - Einer Frau aus dem kanadischen Québec ist ein ungewöhnlicher Gast an ihrem Fenster begegnet. Als es plötzlich hartnäckig an der Scheibe klopfte, schaute sie nach und entdeckte einen Kater. Er hatte bei ihr mit seinen Samtpfoten um Hilfe gebeten - und konnte so gerade noch rechtzeitig gerettet werden.

Streunender Kater: Körper war übersät von Schädlingen und Bissspuren

Der kanadische Streuner wusste offenbar, dass er bei Menschen Unterstützung bekommt. Ganz ähnlich wie jüngst eine Katze, die kurz vor der Geburt ein Krankenhaus aufsuchte (*FR berichtete). Denn draußen in Québec war es so kalt, dass der Kater laut thedodo.com schon Frostbeulen am Körper hatte.

Die Frau, die ihn fand, arbeitete zufällig freiwillig bei der Katzenrettungsorganisation Un Chat à la Fois. Ihr kam deshalb die Idee, der Gründerin der Organisation, Marie Simard, ein Foto der armen Katze zu schicken, mit der Bitte ihr zu helfen. Marie Simard war erschüttert vom Zustand der Katze.

„Es brach mir das Herz“, erzählte sie thedodo.com. Daraufhin kam der orangefarbene Kater in eine Tierklinik. Schnell wurde den Tierärzten klar, dass die Hilfe für die Katze gerade noch rechtzeitig kam. Das Tier war übersät von Flöhen und Zecken sowie Bissspuren.

Der Kater „Aslan“ hatte noch Glück.

Kater „Aslan“: Pflegemutter will ihn für immer behalten

Zudem waren viele Zähne des Katers verfault und er hatte Erfrierungen erlitten. Viele streunende Katzen haben ähnliche Probleme, doch nicht alle haben so viel Glück wie „Aslan“ - so nannten ihn die Tierärzte, in Anlehnung an den Film „Die Chroniken von Narnia“.

Kater „Aslan“ kam nach den Behandlungen zu einer Pflegemutter, die ihn jedoch für immer behalten wollte. In Deutschland gibt es ebenfalls zahlreiche streunende Katzen*. Der deutsche Tierschutzbund schätzt ihre Zahl auf zwei Millionen. Einige Gemeinden kastrieren die Katzen, um ihre Ausbreitung zu verhindern. *FR ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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