Ihre fragwürdige Erklärung

Kind trägt Terror-T-Shirt: Mutter vor Gericht

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Paris - Weil sie ihrem kleinen Sohn ein T-Shirt mit Aufschriften wie „Jihad, geboren am 11. September“ angezogen hat, steht eine Mutter in Frankreich vor Gericht und verteidigt sich mit fragwürdigen Erklärungen.

Ein Mutter hat sich in Frankreich vor Gericht verantworten müssen, weil sie ihrem drei Jahre alten Sohn ein T-Shirt mit den Aufschriften „Ich bin eine Bombe“ und „Jihad, geboren am 11. September“ angezogen hat. In der mündlichen Verhandlung warf die Staatsanwaltschaft der Frau am Mittwoch die Verherrlichung eines Verbrechens vor.

Ihr Kind sei feige an die Front des hasserfüllten Spotts geschickt worden, sagte Anklagevertreter Olivier Couvignon nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP vor dem Gericht in Avignon. Er zeigte sich überzeugt, dass sich die Formulierungen auf dem T-Shirt auf die islamistischen Terroranschläge vom 11. September 2001 beziehen. Bei ihnen kamen in den USA rund 3000 Menschen ums Leben.

Sein Name und Geburtsdatum?

Die Mutter des Jungen und ihr mitangeklagter Bruder wiesen die Vorwürfe zurück und sprachen von einem Missverständnis. „Für mich ist das sein Vorname und sein Geburtsdatum“, sagte die 29 Jahre alte Frau. Sie habe nicht weiter über die Aufschrift des von ihrem Bruder mitgebrachten T-Shirts nachgedacht. Der Anwalt des Mannes sagte, T-Shirts mit dem Satz „Ich bin eine Bombe“ gebe es in mehreren Läden in Avignon offiziell zu kaufen.

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Das Urteil in dem Verfahren soll am 10. April gesprochen werden. Die Staatsanwaltschaft hat für die beiden Angeklagten eine Geldstrafe von insgesamt 4000 Euro beantragt. Als Nebenkläger forderte die Verwaltung der Gemeinde Sorgues weitere 1000 Euro. Der kleine Junge hatte dort das Kindergarten-Personal mit dem T-Shirt schockiert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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