Zweite Obduktion von Jennifer V. angeordnet

Schwiegervater: "Jenny war wie Tochter für mich"

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Kirchbichl/Kufstein - Seit Anfang Februar wurde eine 26-jährige Frau aus Wörgl vermisst. Nun herrscht traurige Gewissheit. Die weibliche Leiche, welche im Inn gefunden wurde, ist die vermisste Mutter. Nun soll die Leiche erneut obduziert werden. Auch der Schwiegervater meldete sich nun zu Wort:

UPDATE, Donnerstag, 7.16 Uhr:

Kann der Kriminalfall Jennifer V. jemals geklärt werden? Am Mittwoch hat die Staatsanwaltschaft eine zweite Obduktion angeordnet. Die Gerichtsmediziner konnten keine sichtbaren äußeren Verletzungen an der toten zweifachen Mutter Jennifer V. feststellen. Auch die toxikologischen Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf die Todesursache. Sie sei ertrunken, so das Ergebnis der Gerichtsmediziner.


Verhaftet wurde - zweimal - der Schwiegervater von Jennifer V. und zwar wegen Mordverdachts. Doch am Dienstag wurde er aus Mangel an Beweisen erneut entlassen. 

Mit krone.at sprach der Schwiegervater nun über die Frau seines Sohnes und betonte: "Jenny war wie eine Tochter für mich, sie war zuletzt aber auch einem Druck seitens ihrer Familie ausgesetzt. Auch wegen der Kinder." Die Ehe wäre arrangiert worden, doch es gab gegenseitiges Einvernehmen, so der 42-Jährige weiter. "Es stimmt, die Ehe war zerrüttet, Jenny war krank vor Eifersucht und wollte sich von meinem Sohn trennen", sagt der Schwiegervater im "Krone"- Gespräch.


Nun fürchte der Mann um sein eigenes Leben, denn er würde von Jennys Großfamilie bedroht. Die zwei Buben - Romeo (2) und Fernando (4) - seien derzeit bei seinem Sohn, Kontakt hätte er zu ihnen derzeit nicht.

UPDATE, Mittwoch, 15.50 Uhr:

Die Gerichtsmediziner konnten keine sichtbaren äußeren Verletzungen an der toten zweifachen Mutter Jennifer V. feststellen. Auch die toxikologischen Untersuchungen ergaben keine Hinweise auf die Todesursache

Nun hat die Staatsanwaltschaft eine neue Untersuchung in Graz angeordnet, wie die Tiroler Tageszeitung berichtet. Bis Ende der Woche kann mit einem Ergebnis gerechnet werden

Die Staatsanwaltschaft hat unterdessen auch eine Beschwerde gegen die Entscheidung des Gerichtes erhoben, wonach der Antrag auf Verhängung der Untersuchungshaft gegen den tatverdächtigen Schwiegervater der 26-Jährigen abgelehnt wurde. . Zuletzt stünde aber alles vor dem Aus. "Es stimmt, die Ehe war zerrüttet, Jenny war krank vor Eifersucht und wollte sich von meinem Sohn trennen", sagt der Schwiegervater im "Krone"- Gespräch.

UPDATE, 17.40 Uhr:

Die zweifache Mutter Jennifer V. wurde am Samstag tot aus dem Inn geborgen. Nun kämpft die Familie der Toten um das Sorgerecht für ihre kleinen Söhne Fernando und Romeo, wie unser Partnerportal tz.de berichtet. Da die 26-Jährige mit serbischen Wurzeln in München aufwuchs, will die Familie Jennifer nun im Familiengrab in Neuperlach beerdigen.

Jedoch fehlen laut tz.de, die finanziellen Mittel für die Überführung, die Beerdigung sowie für die Anwälte. Deswegen haben die Brüder von Jennifer nun eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Diese findet sich auch auf der Facebook-Seite "Gerechtigkeit für Jennifer V."

UPDATE, 13.20 Uhr:

Keine U-Haft für den Verwandten der Mutter: Das ist das Urteil der Staatsanwaltschaft im Fall um die Tote aus Wörgl. Wie die Tiroler Tageszeitung schreibt, gehe die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die 26-Jährige ertrunken sei. 

Gegen 10.30 Uhr am Dienstag fand die Haftprüfung gegen den Verdächtigen statt. Gegenüber der Tiroler Tageszeitung äußerte der zuständige Staatsanwaltschaft, die Obduktion der Leiche sei abgeschlossen, die toxikologischen Untersuchungen hätten keinen Hinweis auf die Todesursache ergeben, weswegen "nicht mit absoluter Sicherheit von einer Gewalttat ausgegangen werden kann".

Die Staatsanwaltschaft gehe deshalb von Tod durch Ertrinken aus, mit neuen Hinweisen durch die Obduktion könne nicht mehr gerechnet werden.

Durch Tattoo identifiziert:

Am Samstag in den frühen Morgenstunden wurde eine Leiche aus dem Inn geborgen. Nun herrscht traurige Gewissheit in Österreich. Die Tote aus dem Inn ist Jennifer V., die junge Mutter aus Wörgl, welche seit dem 2. Februar als vermisst gemeldet worden war. 

„Nach den Sichtungen und Untersuchungen der Gerichtsmedizin gehen wir mittlerweile mit Sicherheit davon aus, dass es sich um die bislang Gesuchte handelt“, bestätigte auch Staatsanwalt Hansjörg Mayr gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Auch ein Tattoo war ausschlaggebend für die Identifizierung

Keine sichtbaren äußeren Verletzungen 

Da die Frau rund acht Wochen im Wasser getrieben ist, war eine schnelle Identifizierung nicht möglich. Durch die getragene Kleidung, die Größe und das Körpergewicht sprachen allerdings schon beim Fund einige Details für die Vermisste aus Wörgl. 

Informationen zur Todesursache können bislang noch nicht gegeben werden, so Staatsanwalt Mayr gegenüber der TT. Jedoch konnten bei der 26-Jährigen keine sichtbaren äußeren Verletzungen festgestellt werden.

Entscheidung über U-Haft am Dienstag 

Mitte März wurde bereits ein naher Verwandter wegen des Verdachtes des Mordes an der Vermissten verhaftet. Er hatte jedoch stets beteuert, mit dem Verschwinden nichts zu tun zu haben, weswegen er wieder aus der Haft entlassen wurde. Nach dem Fund der Leiche im Inn kam es erneut zur Festnahme des Schwiegervaters.

Als Tatmotiv stand unter anderem eine mögliche Trennung der Frau von ihrem Ehemann im Raum, mit dem sie seit fünf Jahren verheiratet war. Doch auch hier gab es wenig Beweise. Am Dienstag wird das Gericht entscheiden, ob gegen den Unterländer die Untersuchungshaft verhängt wird.

jg

Quelle: rosenheim24.de

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