Am Arlberg in Österreich

Video: Von Lawine mitgerissen - Skilehrer überlebt

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Skilehrer Dominik Thurner löste am 31. Januar am Arlberg eine Lawine aus, wurde erfasst und 100 Meter weit mitgerissen. 14 Sekunden

München/Lech - Am 31. Januar löste der Freerider Dominik Thurner am Arlberg eine Lawine aus, wurde erfasst und 100 Meter mitgerissen. Seine Helmkamera filmte alles. Anhand des Videos erklärt er, was passiert ist:

Am 31. Januar 2015 startet der Student und Skilehrer Dominik Thurner, der in München aufwuchs, seine Skitour am Arlberg in Österreich. Sie sind auf 2300 Meter Höhe und es herrscht Lawinenwarnstufe 3, also erhebliche Gefahr. Doch der Skilehrer weiß um die Gefahr und plant die Abfahrt sorgfältig: "Das zeigt, wie schnell ein Unglück passieren kann, auch bei eingehender Planung der Fahrt. Denn egal wie viel man glaubt, sich vorbereitet zu haben, oft hat man doch irgendetwas übersehen", schreibt Thurner auf seinem Blog SkiMe. Mit dabei bei seiner Abfahrt auch seine Helmkamera und die filmt alles!

Thurner wird 100 Meter weit mitgerissen

Anhand dieses Videos analysiert Thurner die Abfahrt nachträglich, um zu sehen was er und sein Kumpel denn falsch gemacht hatten:

Im Video erklärt er, dass die erste Rinne der Gamsroute vor ihnen bereits von anderen Skifahrern befahren wurde. „Auf der rechten Seite des Hangs wähnten wir uns in Sicherheit, ich brachte die oberste Schneeschicht zum Rutschen, aber das ist völlig normal, ich ließ mich nicht beirren", berichtet die Bild. Doch plötzlich passiert etwas für ihn etwas völlig unerwartetes: Thurner gerät in eine zweite Rinne, die vorher bei der Schneefeldanalyse von oben nicht zu sehen war. Er ist eingekeilt zwischen einer Schneelawine rechts und einer Felswand links.

14 Sekunden war Thurner unter dem Schnee begraben

Anhand seines Videos erklärt Skilehrer Dominik Thurner, wie er die Lawine ausgelöst hat. (Zum Vergrößern auf's Bild klicken) 

Die Schneemassen brechen über Thurner zusammen, er wird 100 Meter weit mitgerissen und ist 14 Sekunden lang unter dem Schnee begraben - dann kann er seinen Lawinenrucksack zünden. "Die wirbelnden Schneemassen raubten mir jegliche Orientierung", so Thurner im Video. Er war glücklicherweise unverletzt. Sein komplettes Equipment ging verloren, doch seine Helmkamera fand er mit Hilfe seines Kumpels wieder und verarbeitete das Geschehene mit Hilfe des aufgenommenen Videos, wie er in seinem Blog schreibt.

Drei Tage vorher überlebte ein deutscher Skifahrer einen Lawinenabgang am Arlberg, obwohl er rund 90 Minuten unter den Schneemassen begraben war.

mh/rored24

Quelle: rosenheim24.de

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