Leiche Anfang April in Kirchbichl gefunden

Schwiegervater von Jennifer V. zum dritten Mal verhaftet!

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Wörgl/Kufstein - Der Fall der tot im Inn aufgefundenen 26-jährigen Mutter aus Wörgl könnte eine neue Wende bekommen: Der Schwiegervater von Jennifer V. wurde nun zum dritten Mal verhaftet. Und das obwohl das Obduktionsergebnis noch immer aussteht.

Ist das die entscheidende Wende im Fall der toten zweifachen Mutter aus Wörgl? Wie die Tiroler Tageszeitung nun berichtet, wurde der Schwiegervater von Jennifer V. inzwischen zum dritten Mal verhaftet. „Wir mussten ihn beim ersten Mal vor allem deshalb gehen lassen, da wir keine Leiche hatten und eine Bluttat nicht beweisen konnten“, sagte Thomas Willam, Sprecher der Staatsanwaltschaft, damals zur Tiroler Tageszeitung. Bei der zweiten Verhaftung habe eine Ermittlungsrichterin den Antrag der Staatsanwaltschaft abgelehnt, ihn wegen dringenden Mordverdachts in Haft zu nehmen. 

Schwiegervater holte Jennifer wohl von der Arbeit ab

Der Mann wurde erneut auf freien Fuß gesetzt. Nun hat das Oberlandesgericht Innsbruck einer dagegen erhobenen Beschwerde der Staatsanwaltschaft Folge gegeben und entschieden, dass der Beschuldigte wegen dringenden Verdachts des Mordes in Untersuchungshaft zu nehmen ist, so die Tiroler Tageszeitung. Die Polizei gehe davon aus, dass der (nun erneut verhaftete) Mordverdächtige sie von der Arbeit abgeholt hätte. Dass die Frau untertauchte und ihre zwei bzw. vier Jahre alten Kinder dabei zurückließ, galt von Anfang als unwahrscheinlich. 

Wie der Opferanwalt in einem Interview mitteilte, kaufte der Schwiegervater kurz nach dem Verschwinden von Jennifer V. zwei Handys mit Prepaid-Karten, "mit denen er im Namen der Vermissten Nachrichten verfasste und verschickte". „Offenbar wollte er damit simulieren, dass die 26-Jährige noch am Leben ist." Aber das sei nicht das einzige Indiz, das gegen den Schwiegervater spreche. Offenbar hatte der Mann auch nachweislich gegoogelt, ob ein abgeschaltetes Handy geortet werden könne.

Ergebnis der zweiten Obduktion noch immer ausständig

Nachdem eine erste Obduktion in Innsbruck ergab, dass die junge Mutter ertrunken ist. Die Untersuchung hatte keine Anzeichen auf äußere Gewalteinwirkung oder eine Vergiftung ergeben. Zwischenzeitlich hat man sich entschieden, eine zweite Obduktion in Graz durchführen zu lassen. Doch das Ergebnis lässt weiter auf sich warten. In zwei Wochen muss vom Gericht die Frage der Fortdauer der Untersuchungshaft neuerlich geprüft werden.

mh

Quelle: rosenheim24.de

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