Libyen: Kämpfe um wichtige Ölstadt Brega dauern an

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Rebellen gehen vor der Stadt Brega in Deckung.

Brega - In Libyen dauern die Kämpfe um die strategisch wichtige Ölstadt Brega an. Die Rebellen marschieren vor - Gaddafis Truppen leisten harten Widerstand.

Die Aufständischen brachten am Montag weite Teile der Stadt an der Ostküste unter ihre Kontrolle. Die Streitkräfte von Machthaber Muammar al Gaddafi beschossen die Stadt jedoch weiterhin mit Artilleriegeschützen.

“Wir machen Fortschritte. Seit heute haben wir Brega unter Kontrolle“, sagte der Rebellenkämpfer Salam Idrisi am Montag. “Wir sind jetzt besser organisiert, das spielt eine wichtige Rolle.“ Am Sonntag hatten die Regierungstruppen ihre Offensive gegen die Rebellenhochburg Misrata im Westen des Landes fortgesetzt. Zwei Stunden lang hätten die Streitkräfte ein Wohngebiet mit Grad-Raketen und Mörsergranaten beschossen, sagte ein Arzt. Zudem seien entlang der Hauptstraße Scharfschützen stationiert worden. Beim Beschuss eines provisorischen Krankenhauses seien eine Person getötet und elf weitere verletzt worden, sagte der Arzt.

Libyen: Kämpfe zwischen Rebellen und Gaddafi-Truppen

Libyen: Kämpfe zwischen Rebellen und Gaddafi-Truppen 

Unterdessen bemühte sich das libysche Regime von Machthaber Muammar al Gaddafi offenbar um einen diplomatischen Ausweg aus der Krise. Am Sonntag reiste der libysche Außenminister Abdul Ati al Obeidi zu Gesprächen mit dem griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou nach Athen. In den kommenden Tagen wird er weiter nach Malta und in die Türkei reisen.

Internationale Gemeinschaft fordern sofortige Waffenruhe

“Nach den Aussagen des libyschen Gesandten sucht das Regime anscheinend nach einer Lösung“, sagte der griechische Außenminister Dimitris Droutsas. Die Regierung in Athen habe bei dem Treffen die Haltung der internationalen Gemeinschaft unterstrichen. Die Forderungen seien klar, sagte Droutsas: “Vollständige Umsetzung der Entscheidungen der UN, ein sofortiger Waffenstillstand und ein Ende der Gewalt insbesondere gegen die libysche Zivilbevölkerung.“

Die US-Streitkräfte stellten am Montag ihre Luftangriffe auf Libyen ein. Künftig würden die Angriffe von den Luftwaffen aus Großbritannien, Frankreich und anderen NATO-Staaten geflogen, teilte das Militärbündnis mit.

Die US-Luftwaffe werde sich jedoch weiterhin mit Aufklärungs- und Tankflugzeugen an dem Einsatz zur Durchsetzung des Flugverbots über Libyen beteiligen, sagte US-Verteidigungsminister Robert Gates in der vergangenen Woche vor dem Kongress.

Von Ryan Lucas

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