Baby stirbt in Linz im Kinderwagen

Tragödie am Bahnhof: Bremsen angezogen oder nicht?

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
  • schließen

Linz - Dieses Unglück erschütterte ganz Österreich: Der Kinderwagen von Baby Lilly wurde durch den Sog eines Zuges auf die Gleise gerissen. Das Mädchen starb. Bei den Ermittlungen drehte sich alles um eine Frage:

Im April 2015 hatte sich an einem Bahnhof in Linz ein grauenhaftes Unglück zugetragen. Während die Mama (33) der eineinhalbjährigen Lilly Fahrkarten kaufte, stand der Kinderwagen mit dem Baby unbeaufsichtigt am Bahnsteig. Als ein Zug einfuhr, wurde der Kinderwagen durch den Sog auf die Gleise gerissen. Lilly war an Ort und Stelle tot. Dieser Fall hatte in ganz Österreich riesige Bestürzung ausgelöst.

Anschließend folgten umfangreiche Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft. Das berichtet die österreichische Kronen-Zeitung. Die entscheidende Frage lautete: Hatte die Mutter die Bremsen des Kinderwagens angezogen oder nicht? Der Vater von Lilly verteidigte seine Frau. Sie habe die Bremsen ganz sicher angezogen, als dreifache Mutter mache man dies automatisch. Die Staatsanwaltschaft sah dies anders und wollte anhand eines Gutachtens und Zeugenaussagen beweisen, dass die Bremsen vor dem Unfall nicht gezogen wurden.

Die Mutter wurde deswegen wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, so die Zeitung weiter. Zu einem Prozess wird es aber wohl nicht kommen: Es wurde ein sogenanntes Mandatsverfahren beantragt - bei diesem entfällt eine Verhandlung und das Gericht entscheidet aufgrund der Aktenlage. Auch der Lokführer ist inzwischen aus dem Schneider: Er fuhr mit seinem Zug sogar langsamer, als an dieser Stelle eigentlich erlaubt gewesen wäre.

mw

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Welt-News

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser