Live-Ticker: Die Atom-Katastrophe in Japan

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Die Tragödie in Japan nimmt kein Ende: Die Bevölkerung muss nicht nur gegen die Verwüstung nach dem Tsunami kämpfen. Das Land steht zudem vor einer atomaren Katastrophe. Verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse im Live-Ticker:

19.44 Uhr +++ Als Ausdruck seiner Dankbarkeit für die einstige japanische Unterstützung nach dem Bosnienkrieg hat die Stadt Ugljevik Kindern aus dem katastrophengeplagten Japan Unterkunft angeboten. Man hoffe 50 Jungen und Mädchen, die durch das Erdbeben und den Tsunami obdachlos geworden seien, Schutz anbieten zu können, sagte Bojan Dzuvelekovic, Besitzer des einzigen Hotels in der nordbosnischen Stadt. Die Kommune würde hart daran arbeiten, Unterricht und andere Aktivitäten für die Kinder zu organisieren, sagte der Hotelier am Dienstag. “Wir wissen aus Erfahrung, wie schwierig es ist, wenn dein Land, deine Gesellschaft und deine Familie zerstört sind.“ Japan hatte Ugljevik nach dem Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 geholfen.

19.24 Uhr +++ In immer mehr Lebensmittel entdecken japanische Behörden radioaktive Partikel. In der Präfektur Fukushima wurden bei Brokkoli die gesetzlichen Grenzwerte überschritten, in der angrenzenden Region Ibaraki bei Rohmilch. Dies teilte das japanische Gesundheitsministerium am Mittwochmorgen (Ortszeit) mit, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.

17.58 Uhr +++ Großes Staraufgebot für die Erdbeben- und Tsunami-Opfer in Japan: Der weltgrößte Plattenkonzern Universal Music will mit Künstlern wie U2, Rihanna und Justin Bieber ein digitales Charity-Album aufnehmen, berichtete das Promiportal “People.com“ am Dienstag. Auch Lady Gaga und Bon Jovi sollen bei der Aktion mitmachen. Bereits am Wochenende könnten die Aufnahmen fertig sein, hieß es. Der Verkaufserlös werde dem Roten Kreuz in Japan zufließen. Hollywoodstar Sandra Bullock hatte kürzlich eine Million Dollar (rund 714 000 Euro) für die Erdbeben-Opfer in Japan gespendet.

17.45 Uhr +++ Um das 400-fache erhöhte Strahlenwerte wurden rund 40 Kilometer nordwestlich des Katastrophenreaktors Fukushima-Daiichi gemessen. Das teilte das japanische Wissenschaftsministerium am Dienstag mit, berichtet der Fernsehsender NHK. Bereits am Montag seien im Boden, in fünf Zentimetern Tiefe, stark erhöhte Cäsium- und Jodwerte festgestellt worden.

16.30 Uhr +++ Nach der Atomkatastrophe in Japan sind auch Teile des Meeres nahe dem Kraftwerk Fukushima radioaktiv belastet. Für Deutschland geben Experten aber Entwarnung: Fisch könne bedenkenlos konsumiert werden. 

15.39 Uhr +++ Die US-Energiewirtschaft fürchtet nach der Atom-Katastrophe in Japan härtere Auflagen. Die Betreibergesellschaft Nuclear Innovation North America lässt deshalb die Arbeiten an zwei neuen Blöcken eines Atomkraftwerks in Texas ruhen.

15.32 Uhr +++ Japanischen Technikern ist es gelungen, im Kontrollraum von Block 3 im Katastrophenkraftwerk Fukushima Licht zu machen. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf die Betreiberfirma Tepco.

15.24 Uhr +++ Die Zahl der Todesopfer nach der Erdbebenkatastrophe in Japan steigt weiter fast stündlich

15.10 Uhr +++ Der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München wird nach der Bundesliga-Saison in Japan ein Benefizspiel zugunsten der Katstrophen-Opfer bestreiten.

14.38 Uhr +++ Die japanischen Behörden haben immer größere Probleme, die Erdbebenopfer zu bestatten. Zwei Gemeinden in der Präfektur Miyagi haben deswegen begonnen, identifizierte Tote vorübergehend in Massengräbern beizusetzen.

14.10 Uhr +++ Elf Tage nach dem Jahrhundertbeben ist gut die Hälfte aller Schüler der Deutschen Schule Tokyo Yokohama zurück in Deutschland.

13.59 Uhr +++ Logistikexperten des UN-Welternährungsprogramms (WFP) helfen Japan nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami mit einem raschen Transport von Hilfsgütern.

13.17 Uhr +++ Die Behörden haben vor weiteren schweren Nachbeben in der Krisenregion im Nordosten Japans gewarnt. Die Erdstöße könnten die Stärke 7 oder mehr haben, berichtete die japanische Wetterbehörde am Dienstag nach Angaben des Senders NHK.

13.10 Uhr +++ In den nächsten Tagen dreht der Wind im japanischen Katastrophengebiet in eine für Tokio eher ungünstige Richtung. Derzeit wehe er schwach vom Land aufs Meer und weg von der Hauptstadt, sagte Uwe Baumgarten vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Dienstag.

12.46 Uhr +++ Im japanischen Krisen-Atomkraftwerk Fukushima Eins haben nun alle sechs Reaktoren eine externe Verbindung zur Stromversorgung.

12.41 Uhr +++ Ärzte kritisieren das Sperrzonen-Konzept zur Evakuierung der Umgebung des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima. Statt an Radien von 20, 30 oder 80 Kilometern solle man sich besser an der tatsächlichen radioaktiven Belastung der Menschen orientieren.

11.15 Uhr +++ Der Energiekonzern Tepco hat sich bei Flüchtlingen aus der Region Fukushima für die Katastrophe im AKW entschuldigt. Ein Mitglied der Unternehmensspitze, sagte bei einem Besuch in einem Notlager: “Es tut uns leid, dass wir Ihnen so viel Mühe bereitet haben.“ Das

10.48 Uhr +++ Eine Betonpumpe aus Deutschland hilft bei der Kühlung des schwer beschädigten Atomkraftwerks Fukushima Eins. Die Pumpe sprühe nun Wasser auf den Reaktor 4 der Anlage, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstagabend (Ortszeit).

10.39 Uhr +++ Die japanische Armee soll nun täglich über das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Eins fliegen, um in der Anlage die Temperatur zu messen.

10.15 Uhr +++ Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi ist die Temperatur in einem Abklingbecken wieder gefährlich angestiegen.

10.02 Uhr +++ Der japanische Aktienmarkt setzt seine Erholung fort und ist nach dem Feiertag am Montag mit deutlichen Gewinnen in die Handelswoche gestartet. 

9.14 Uhr +++ Die japanische Regierung hat zwei Atomexperten als Berater eingestellt. “Wir erwarten, dass die zwei Experten uns die richtigen Ratschläge geben“, sagte Regierungssprecher Edano am Dienstagnachmittag (Ortszeit).

9.10 Uhr +++ Die Folgekosten des Erdbebens in Japan, etwa durch Produktionsausfälle in der Industrie, könnten die Versicherungsbranche teurer zu stehen kommen als seine unmittelbaren Schäden.

8.03 Uhr +++ Japan prüft Hilfsangebot von US-Militär: Im Kampf gegen die atomare Katastrophe könnte Japan bald Unterstützung aus den USA erhalten. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo vom Dienstag liegt Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa ein Hilfsangebot des amerikanischen Militärs vor, ein Team von Atomexperten ins havarierte Kraftwerk Fukushima Eins zu schicken.

7.54 Uhr +++ Der havarierte Block 3 des Atomkraftwerks Fukushima Eins wird wieder mit Wasser besprüht. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstagnachmittag (Ortszeit). Der Block gilt als besonders gefährlich, da er Brennstäbe aus einem Plutonium-Uran-Mischoxid (MOX) enthält. Plutonium ist nicht nur radioaktiv, sondern auch hochgiftig.

7.36 Uhr +++ Der Unterhaltungselektronik-Konzern Sony stellt die Produktion in einigen Werken ein, weil dort infolge der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe nicht mehr genug Fertigungsteile und Rohstoffe vorrätig sind. Betroffen sind Produkte wie Digitalkameras, LCD-Fernseher, Handys, Mikrofone und Kopfhörer.

6.21 Uhr +++ Die zwei beschädigten Atomkraftwerke in Fukushima sind nach Angaben des Betreibers von einer 14 Meter hohen Flutwelle getroffen worden. Das sei mehr als doppelt so hoch, wie Experten bei der Planung der Anlagen erwartet hatten, berichtete der Fernsehsender NHK unter Berufung auf die Tokyo Electric Power Company (Tepco) am Dienstag.

5.56 Uhr +++ Der japanische Industrie- und Wirtschaftsminister soll Feuerwehrmänner aus Tokio gezwungen haben, stundenlang Wasser auf den radioaktiv strahlenden Reaktor im Atomkraftwerk Fukushima Eins zu sprühen. Minister Banri Kaieda soll den Männern eine Strafe angedroht haben, falls sie die Aufgabe nicht ausführten, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.

5.20 Uhr +++ In den von Erdbeben und Tsunami verwüsteten Gebieten des japanischen Nordostens sind bis Dienstag mehr als 9.000 Leichen geborgen worden. Das teilte die japanische Polizei mit. Es wird befürchtet, dass sich diese Zahl noch bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten verdoppeln wird.

5.09 Uhr +++ Um den Wiederaufbau nach dem stärksten Erdbeben in der Geschichte Japans zu meistern, wird die Regierung voraussichtlich einen dreifachen Nachtragshaushalt beschließen. Das sagte der für die “Nationale Strategie“ zuständige Staatsminister Koichiro Gemba nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo.

5.07 Uhr +++ Die Tokioter Börse ist am Dienstag mit Kursgewinnen gestartet. Der Nikkei-Index sprang um 3,6 Prozent - 331,87 Punkte - auf 9.538,62 Punkte in die Höhe und machte damit einige der schweren Verluste nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami vom 11. März wieder gut.

3.05 Uhr ++ Die Reaktorblöcke im teilweise zerstörten Atomkraftwerk Fukushima sollen auch in den nächsten Tagen weiter mit Wasser besprüht werden, um eine Überhitzung zu vermeiden. Aufgrund der Nachwärme in den Reaktoren verdampfe das bisher zugeführte Wasser, so dass eine Fortsetzung des Einsatzes von Pumpen und Wasserwerfern erforderlich sei, sagte der Sprecher der Atomsicherheitsbehörde (NISA), Hidehiko Nishiyama.

2.37 Uhr +++ Arbeiten an Fukushima Eins wieder aufgenommen: An den Blöcken 1, 2, 3 und 4 des Unglückskraftwerks Fukushima Eins sind die Arbeiten zur Installation der Stromversorgung wieder aufgenommen worden. Das meldete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag. Die Helfer hoffen, damit das reguläre Kühlsystem wieder in Gang zu bringen und eine Kernschmelze zu verhindern.

1.56 Uhr +++ Erneut Rauch und Dampf über Fukushima Eins: Über dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins sind am Dienstagvormittag (Ortszeit) erneut Dampf und Rauch aufgestiegen. Aus Block 3 trete weißer, diesiger Rauch auf, über Block 2 weißer Dampf, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.

0.56 Uhr +++ Strahlenbelastung von Meerwasser bei Fukushima drastisch gestiegen: Das Meerwasser in der Nähe des japanischen Atomkraftwerks Fukushima ist nach Messungen der Betreibergesellschaft Tepco stark radioaktiv belastet. Bei Jod-131 sei ein Wert gemessen worden, der das gesetzliche Maximum um den Faktor 126,7 übersteige, berichtete der Fernsehsender NHK am Dienstag. Bei Cäsium-134 sei die Verstrahlung 24,8 Mal so hoch wie zulässig. Tepco kündigte weitere Tests vor der Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu an.

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