Zeitweise Stau auf A93 bis zur A8

Polizei zieht nach Blockabfertigungen Bilanz

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Die Polizei rechnet auf der Inntalautobahn und möglicherweise auch auf der A8 wieder mit langen Staus.
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Landkreis/Kufstein - Das Bundesland Tirol führte am Montag von 5 bis 9.30 Uhr erneut eine Lkw-Blockabfertigung durch. Es kam deshalb zu erheblichen Verkehrsbehinderungen auf bayerischer Seite. *Aktuelle Verkehrsmeldungen*

UPDATE, 16.04 Uhr: Polizeipräsidium Oberbayern Süd zieht Bilanz

Wie erwartet, kam es wegen der für den heutigen 8. Januar angekündigten und von den österreichischen Behörden durchgeführten Lkw-Blockabfertigung in Tirol bereits am frühen Morgen zu starken Stauungen auf bayerischer Seite. 

Rund 40 Polizeibeamtinnen und –beamte waren etliche Stunden lang im Einsatz, um die Verkehrsbehinderungen in einem erträglichen Maß zu halten und für Sicherheit auf den betroffenen Autobahnen A93 und A8 zu sorgen. 

Um Punkt 5 Uhr morgens begannen die Tiroler Behörden mit der Blockabfertigung und somit exakt mit Ende des generell geltenden Lkw- Nachtfahrverbotes auf der österreichischen Autobahn A12 von Kufstein bis Innsbruck. So kam es erneut innerhalb weniger Minuten zu Lkw- Stauungen auf dem rechten Fahrstreifen der A93. 

Rückstau reicht bis auf A8 Höhe der Anschlussstelle Rosenheim

Bereits am frühen Vormittag hatte der Lkw-Rückstau das Inntaldreieck erreicht und reichte später bis auf die A8 und dort auf Höhe der Anschlussstelle Rosenheim- West zurück. Die Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim war zur Bewältigung der Lage mit Unterstützung der Autobahnpolizeistation Holzkirchen und Kolleginnen und Kollegen der Operativen Ergänzungsdienste Rosenheim - insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte beteiligt - auf der A 93 und der A8 im Einsatz. 

Auf der A93 in Fahrtrichtung Kufstein konnte durch die polizeilichen Maßnahmen und die verkehrsrechtlichen Anordnungen der Autobahndirektion Südbayern - Überholverbot für Lkw und zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h für alle - der linke von zwei vorhandenen Fahrstreifen weitestgehend für den Pkw-Verkehr freigehalten werden. Lediglich kurzfristig kam es zum totalen Erliegen des kompletten Verkehrsflusses. 

Auch im Bereich der betroffenen Anschlussstellen kam es aufgrund der polizeilichen Verkehrsmaßnahmen zu keinen größeren bzw. längerfristigen Behinderungen beim Ein- bzw. Ausfahren. Allerdings mussten einige Lkw- Fahrer angezeigt werden, weil sie gegen das Überholverbot verstießen. 

Auffahrunfall unter Lastkraftwagen bei der Anschlussstelle Brannenburg

Kurz vor 05.30 Uhr kam es bei der Anschlussstelle Brannenburg, trotz vorhandener Stauabsicherung durch ein Polizeifahrzeug und Blaulicht, zu einem Auffahrunfall unter Lastkraftwagen. Zum Glück entstand dabei nur Sachschaden, der rechte Fahrstreifen musste kurzzeitig gesperrt werden. Gegen 06.30 Uhr ereignete sich ein weiterer Verkehrsunfall ohne Personenschaden auf Höhe der Tank- und Rastanlage Inntal-West. Hier kam es unfallbedingt aber zu keinen größeren Störungen des Verkehrsflusses.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

UPDATE, 10.35 Uhr: Tiroler Polizei zufrieden

"Die Blockabfertigungen wurden im Zeitraum von 5 bis 9.30 Uhr durchgeführt", erklärte Oberst Markus Widmann von der Tiroler Verkehrspolizei auf Nachfrage von rosenheim24.de,"In diesem Zeitraum wurden insgesamt 1344 Lkw abgefertigt, also etwa 250 bis 300 in der Stunde." In der Folge habe es zwar auf Tiroler Seite eine sehr starke Verkehrsentwicklung gegeben, aber keine stärkeren Beeinträchtigungen. "Insgesamt können wir ein positives Resümee ziehen", schloß Widmann.

"Ab 9.30 Uhr gab es auf der A93 auf dem rechten Fahrstreifen nur noch partielle Stockungen", ergänzte ein Beamter der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim, "Der Autoverkehr war nahezu unbetroffen." Inzwischen fließe der Verkehr wieder normal. Die Befürchtungen, dass es bis in den Nachmittag zu Stauungen kommen könnte, hätten sich damit glücklicherweise nicht bewahrheitet.

UPDATE, 10.15 Uhr: Verkehr normalisiert sich

Der Verkehr hat sich auf der A93 Rosenheim Richtung Kiefersfelden zwischen Dreieck Inntal und Reischenhart inzwischen normalisiert.

UPDATE, 9.30 Uhr: Weiterhin Staus - Dauer noch unklar

"Auf der A93 staut sich der Lkw-Verkehr derzeit im Bereich von der Grenze bis zum Inntaldreieck", erklärte ein Beamter der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim auf Nachfrage von rosenheim24.de,"Der Autoverkehr fließt dagegen weiterhin überwiegend ungehindert." Der Rückstau auf die A8 hat sich inzwischen aufgelöst.

Darüber, wie lange die Staus im Lkw-Verkehr anhalten werden, könnten die bisherigen Aussagen nicht bestätigt werden, da noch keine Auskünfte von der Tiroler Seite eingetroffen seien, wie lange die Maßnahme andauern soll. 

Eigentlich sollte am Montag ein Brenner-Gipfel stattfinden, bei dem die Zukunft des Lkw-Verkehrs am Brenner diskutiert werden sollte. Doch wegen der GroKo-Sondierungen wird daraus nichts.

UPDATE, 7.40 Uhr: Staus eventuell noch bis zum Nachmittag

"Das wird sich noch eine ganze Weile hinziehen", erklärte ein Beamter der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim auf Nachfrage von rosenheim24.de,"Derzeit rechnen wir nicht damit, dass sich die Verkehrssituation am Vormittag bessern wird." Die Lkws stünden auf der rechten Spur. Die linke Spur sei überwiegend frei. "Probleme gibt es nur zwischen dem Inntaldreieck und Reischenhart", so der Beamte, "Das dauert aber immer nur etwa fünf Minuten an." 

 Im Laufe des Vormittags könnte sich die Situation aber insgesamt noch ändern und neue Aussagen zur weiteren Entwicklung getroffen werden. Der Verkehr staut sich auf dem rechten Fahrstreifen nach Stand um 7.45 Uhr über 18 Kilometer und bis zurück auf die A8.

UPDATE, Montag, 6.50 Uhr: Bereits 14 Kilometer Lkw-Stau

Bereits um kurz vor 7 Uhr morgens staut es sich auf der A93 auf dem rechten Fahrstreifen wegen der erneuten Blockabfertigung in Tirol. In Richtung Kiefersfelden stehen die Lkw derzeit zwischen dem Inntaldreieck und Oberaudorf auf einer Länge von 14 Kilometern.

Pressemeldung der Polizei:

Auf der Inntalautobahn bei Kufstein-Nord werden durch österreichische Einsatzkräfte am Montag, 8. Januar, in Fahrtrichtung Süden die Lastwagen gezählt, bei Erreichen der Kapazitätsgrenze von etwa 250 Lkw pro Stunde wird deren Fahrt verlangsamt, nötigenfalls auch angehalten.

Mit der Maßnahme nach dem Feiertag "Heilige Drei Könige" am Samstag, 6. Januar, sollen nach Angaben der österreichischen Behörden Staus im Großraum Innsbruck oder auch anderswo auf Tiroler Seite verhindert werden.

Die Verkehrsteilnehmer müssen daher am Montag in südlicher Fahrtrichtung mit erheblichen Verkehrsbehinderungen in Bayern auf der Inntalautobahn (A93) rechnen, die auch auf die Autobahn München in Richtung Salzburg (A8) zurückreichen können.

Blockabfertigung in Tirol sorgt für Verkehrschaos

Um die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit möglichst gering und die Flüssigkeit des Verkehrs soweit möglich aufrecht zu erhalten, wird die Verkehrspolizei Rosenheim mit Unterstützung umliegender Dienststellen die erforderlichen Verkehrslenkungs- und -regelungsmaßnahmen ergreifen.

Die aktuellen Verkehrsinformationen der Verkehrsmeldestelle Bayern sind über Internet (www.bayerninfo.de) abrufbar.

Erst am Dienstag hatte es schlechte Nachrichten für die Betroffenen in der Region gegeben. Die Maßnahme auf österreichischer Seite verstößt nicht gegen geltendes EU-Recht, da es sich dabei um "keine systematische Beschränkung des Schwerlastverkehrs" handeln würde. Zudem hatte das Transitforum Austria-Tirol einen offenen Brief an den deutschen Verkehrsminister Schmidt geschickt und dabei Deutschland die Schuld für die Verkehrsmisere in die Schuhe geschoben.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd/mw

Quelle: rosenheim24.de

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