Bei Umzug zum Dreikönigstreffen

Madrid will Dragqueen-Auftritt verbieten

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Der Auftritt einer Dragqueen beim Dreikönigsumzug in Madrid sorgt für Unmut bei Konservativen und Liberalen.

Wirbel rund um den LGBT-Feswagen in Madrid: Den geplanten Auftritt einer Dragqueen beim Dreikönigsumzug sehen konservative Politiker in Spanien kritisch und attakieren die Bürgemisterin.

Madrid - Der geplante Auftritt einer Dragqueen bei den traditionsreichen Dreikönigsparaden sorgt in Madrid für Ärger. Beim Umzug im Stadtviertel Vallecas im Südosten der spanischen Hauptstadt soll sich die Dragqueen „La Prohibida“ (Die Verbotene) am Freitagabend auf einem Festwagen der Organisationen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LGBTI) präsentieren. Nach Organisatoren-Angaben soll es eine Demonstration für Diversität und Toleranz sein.

Doch konservative Parteien sehen das anders und nahmen in erster Linie die für die Zulassungen zuständige linke Bürgermeisterin Manuela Carmena ins Visier. „Der Umzug ist der wichtigste Festtag für unsere Kinder und gar nicht dafür geeignet, dass Carmena und ihr Team Botschaften vermitteln, die mit dem Fest überhaupt nichts zu tun haben und den Kindern den Spaß verderben“, sagte am Dienstag José Luis Martínez-Almeida, der kommunale Sprecher der Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy.

Auftritt von Dragqueens als Heilige Drei Könige stößt auf Unverständnis

Dass die Dragqueen „La Prohibida“, eine Hip-Hop-Sängerin und eine Cabaret-Tänzerin dabei die Rollen der Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland einnehmen werden, löst im immer noch von Katholizismus stark geprägten Land große Empörung aus. Auch die Sprecherin der liberalen Ciudadanos-Partei, Begoña Villacís, zeigte sich am Dienstag zornig. „Ein Dreikönigsumzug soll das sein, was die Kinder erwarten: Ein Dreikönigsumzug“, sagte sie vor Journalisten.

In der spanischen Hauptstadt finden wie in zahlreichen anderen Städten des Landes am 5. Januar prächtige Paraden der Heiligen Drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar statt. Millionen säumen jedes Jahr die Straßen, darunter vor allem Eltern mit ihren Kindern. Dabei fahren unter anderem geschmückte Festwagen durch die Straßen, und die Drei Könige werfen Süßigkeiten in die Menge.

dpa

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