Wahrzeichen der Schweiz

Das Matterhorns wird nicht gesperrt - Felsstürze sorgten für Forderung

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Trotz Sperrungsforderungen bleibt das Matterhorn für Bergsteiger geöffnet.

Die Gemeinde Zermatt bestätigt, dass das Matterhorn für Bergsteiger zugänglich bleibt. Anonyme Bergführer hatten gefordert den Berg in den Alpen zu sperren.

Das Matterhorn gilt als einer der bekanntesten Berge der Welt und als Wahrzeichen der Schweiz. Mit einer Höhe von 4478 m. ü. M. zählt der Viertausender zu den höchsten Bergen der Alpen. Am höchsten ist der Mont Blanc mit 4810 m. ü. M. Wie auch in viele andere Regionen sorgt der Klimawandel in den Alpen für Veränderung.

Am Matterhorn kommt es immer wieder zu Felsstürzen. Laut Forschern der ETH Zürich schmelze durch Erwärmung Eis, das in Rissen und Poren der Bergstruktur enthalten ist. Somit fehle plötzlich ein wichtiges Element, das die Felsmassen zusammenhält.

Bergabsturz am Matterhorn - Sperrung wird gefordert

Erst vor einigen Monaten gab es einen Unfall am Matterhorn. Wie mehrere schweizer Medien berichten, kamen dabei ein Bergführer und der Bergsteiger, den er betreute, durch einen abstürzenden Felsbrocken ums Leben. Wegen der klimabedingten Felsstürze fordern einige Bergführer die Sperrung des Matterhorns. Laut der Gemeinde Zermatt, wo das Matterhorn liegt, meldeten sich die Forderer jedoch nur anonym. Die Gemeinde, der Zermatter Tourismusverband und die Bergführer-Vereinigung, die den Namen Zermatters trägt, geben in einer gemeinsamen Mitteilung bekannt, dass das Matterhorn geöffnet bleibt.Auch in Island nimmt der Klimawandel extreme Auswüchse an.

Zermatter Bergführer: „Eine Sperrung wäre absurd“

Der Bergführer Benedikt Perren von Zermatters äußert sich in der Pressemitteilung: „Bergsteigen ist eine Risikosportart - dessen sind sich alle, die sich professionell im Hochgebirge bewegen bewusst.“ Eine Sperrung hält er für „absurd“.

Die Zermatter schreiben, es liege in der Eigenverantwortung der Bergsteiger, die Situation zu beurteilen. Sie rufen jedoch dazu auf, das Matterhorn niemals ohne Bergführer zu besteigen sowie sich stets an die Empfehlung von Zermatters zu halten.

Matterhorn: Forschung der ETH Zürich untersucht Permafrost und Klima

Während dem heißen Sommer des Jahres 2003 kam es zu einem besonders bedrohlichen Felssturz. Am Hörnligrat löste sich eine Steinmasse, die dem Volumen zweier Einfamilienhäuser gleich kommt. Daraufhin wurde das Projekt PermaSense ins Leben gerufen.

Die ETH Zürich und weitere Projektpartner, wie zum Beispiel die Universität Basel, forschen gemeinsam am Matterhorn. In einer auf der Website der ETH veröffentlichten Bilanz erklären die Forscher, dass durch eine Sensortechnik der Berg jederzeit beobachtet werde. Änderungen im Schwingungsmuster würden auf eine Steigerung das Risiko für einen größeren Felssturz oder Abbruch hindeuten. Durch die Technik könne das Forscherteam Vorhersagen für Veränderungen am Matterhorn treffen.

In den Alpen drohen vielerlei Gefahren. Dieser Berg könnte explodieren.

lb

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