Philippinen

900 Menschen nach Fährunglück gerettet

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Dieses Schiff sank vor den Philippinen: Die Superferry 9.

Manila - Eine Fähre mit fast 1000 Menschen an Bord ist am Sonntag auf den Philippinen in Seenot geraten und gesunken. Wie durch ein Wunder konnten 900 Menschen gerettet werden.

Fünf Menschen ertranken, und das Schicksal von 63 blieb Stunden nach dem Unglück zunächst unklar. Die Küstenwache ging davon aus, dass einige von ihnen von kleineren Fischerbooten gerettet wurden. “Unsere Rettungsaktion geht weiter“, sagte der Küstenwachen-Kommandant Wilfredo Tamayo. “Wir suchen die Küsten (der Provinz) Zombaoanga del Norte ab.“

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Dort, ganz im Süden der Philippinen, hatte die Fähre am Sonntagmorgen plötzlich Schlagseite bekommen. “Angeblich war ein Loch im Rumpf“, teilte das Büro für Zivilverteidigung mit. Der Kapitän versuchte zunächst, das Schiff zu stabilisieren. Nach zwei Stunden befahl er den Passagieren aber, die Schwimmwesten anzulegen, sagte der für Sicherheit zuständige Chef der Reederei Aboitiz Transport Systems Corp, Jess Supan. Die Reederei schickte zwei große Frachtschiffe und kleinere Boote zur Hilfe.

Von lauten Geräuschen geweckt

An Bord der “Superferry 9“ spielten sich dramatische Szenen ab, berichtete ein Passagier, der von seinem Mobiltelefon aus einen Radiosender in Manila anrief. “Jetzt fühlt es sich so an, als läge das Schiff im 90-Grad-Winkel auf der Seite“, sagte Roger Sinsiron. Er wartete zu dem Zeitpunkt mit 50 anderen darauf, von einem der Frachtschiffe aufgenommen zu werden, die die Fährgesellschaft zur Rettung der Passagiere entsandt hatte.

Die meisten Passagiere seien in der Nacht durch lautes Getöse aufgeschreckt worden, weil die Ladung im Frachtraum plötzlich verrutschte. Ein Mann und ein Kind ertranken, weil eine einige Passagiere in Panik ins Wasser sprangen. Der Kapitän setzte den Notruf kurz vor Tagesanbruch ab. Die Fähre lag zu dem Zeitpunkt vor der Stadt Siocon. Sie war am Samstag in der Stadt General Santos ausgelaufen und auf dem Weg nach Iloilo. Die Fähre sank vier Stunden nach dem Notruf.

An der Suche nach Überlebenden beteiligten sich auch die Marine und die amerikanische Luftwaffe. Die Philippinen bestehen aus mehr als 7000 Inseln. Fähren sind eines der Hauptverkehrsmittel und Unfälle keine Seltenheit. Manche Fähren sind überladen, nicht mehr seetüchtig oder geraten in Stürme. Im Juni vergangenen Jahres sank eine Fähre während des Taifuns Fengshen. Mehr als 800 Menschen kamen ums Leben.

dpa

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