Menschenrechtler: Satellitenfotos beweisen Blutbad in Homs

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Das Satellitenbild zeigt den Brand einer Pipeline in der syrischen Rebellenhochburg Homs.

New York - Satellitenfotos der wochenlang von Regierungstruppen beschossenen syrischen Stadt Homs beweisen nach Ansicht von Menschenrechtlern, dass es dort ein Blutbad gegeben hat.

“Die neuen Bilder und Augenzeugenberichte zeigen, dass durch den Beschuss weite Teile zerstört wurden, Hunderte Menschen starben und unzählige verletzt wurden“, hieß es am Freitag von Human Rights Watch (HRW) in New York. Die Organisation geht von 700 Toten in der Stadt seit Beginn der Offensive vor einem Monat aus.

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Besonders betroffen sei das Wohngebiet Baba Amro, wo Artilleriebeschuss und Scharfschützen unzählige Opfer gefordert hätten. “Die Satellitenbilder und die Zeugenaussagen zeigen das Ausmaß einer ungezügelten Brutalität in Baba Amro“, sagte HRW-Nahostchefin Sarah Leah Whitson. Die Aufnahmen aus dem All, die aus einer zivilen Quelle stammten, zeigten 950 Krater von Granateneinschlägen in dem Viertel.

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Whitson warf Russland und China vor, trotz des Blutbads jede Aktion des UN-Sicherheitsrates zu blockieren. “Moskau und Peking handeln nicht, obwohl die Menschen in Syrien Opfer von Zerstörung und Tod werden.“ Russland und China, die im Sicherheitsrat ein Vetorecht haben, verhindern bislang im höchsten UN-Gremium eine Resolution zur Verurteilung des Assad-Regimes.

dpa

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