Merkel nach Kumpel-Rettung: Wunderbarer Tag

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Angela Merkel hat den Kumpeln und ihrer Familie alles Gute gewünscht

Berlin - Die Rettung der chilenischen Bergleute hat die gesamte Weltöffentlichkeit bewegt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reagierte erleichtert auf das Happy End.

“Es ist ein kleines Wunder, was aber von Menschenhand möglich gemacht wurde“, sagte sie am Donnerstag im Kanzleramt in Berlin. Es sei “ein wunderbarer Tag“. Sie sei “natürlich wie Millionen und vielleicht Milliarden Menschen auf der Welt froh, dass alle Bergleute gerettet werden konnten“. Merkel sprach von einer beeindruckenden gemeinsamen Anstrengung der chilenischen Regierung und der Menschen in dem Land. “Chile hat gezeigt, was in diesem Land steckt.“

Mit einem Glückwunsch-Telegramm hat Bundespräsident Christian Wulff seinem chilenischen Amtskollegen Sebastián Piñera zur erfolgreichen Rettung der 33 Kumpel gratuliert. “Ganz Deutschland hat an dem Schicksal der Bergleute in Chile Anteil genommen“, schreibt Wulff in der Botschaft an den Präsidenten, wie das Bundespräsidialamt am Donnerstag in Berlin mitteilte.

In dem Telegramm heißt es auch: “Der Mut und die Zuversicht dieser Männer haben uns alle tief beeindruckt. Ihre Angehörigen und Familien zeigten in diesen schwierigen Wochen beispielhafte Geduld und Tapferkeit.“ Wulff lobte außerdem die Helfer. “Es war auch der beharrliche und unermüdliche Einsatz der Rettungskräfte, der dieses Wunder möglich gemacht hat.“


Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle zeigte sich erfreut. “Wir freuen uns an diesem Tag der Freude mit den Bergleuten, ihren Familien und ganz Chile“, erklärte der FDP-Politiker in einer Mitteilung am Donnerstag. “Wir gratulieren allen, die an der Rettung beteiligt waren. Ihr großartiges Engagement und der feste Durchhaltewillen der Bergleute haben dieses Wunder ermöglicht.“

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Der Präsident des Europaparlaments, Jerzy Buzek, würdigte die Rettungsaktion als “Geschichte von Hoffnung und Erfolg“. “Heute feiern wir die Lust am Leben“, schrieb Buzek in einer am Donnerstag in Brüssel verbreiteten Erklärung. “Heute können wir für einen Moment unsere Alltagsprobleme vergessen und uns mit den Chilenen und Bolivianern feiern.“ Der Pole Buzek verwies auf seine Herkunft aus einer Bergbauregion: “Ich kenne genau die Gefahren und Schwierigkeiten, die Bergarbeiter auf sich nehmen müssen, deshalb berührt mich diese Rettung so sehr.“

Als Meisterwerk bezeichnete der russische Präsident Dmitri Medwedew die Rettung. “Von ganzem Herzen gratuliere ich zum langerwarteten Abschluss der einmaligen Rettungsoperation für die Bergleute in der Grube in San José“, schrieb Medwedew am Donnerstag an Chiles Präsidenten Sebastián Piñera. Russland wird selbst immer wieder von meist tragischen Bergwerksunglücken mit vielen Toten heimgesucht. Medwedew schrieb auch von seiner “Begeisterung für die Standhaftigkeit der Bergleute, für die Tapferkeit und das Können der chilenischen Rettungsmannschaft“.

Auch der spanische Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero gratulierte Piñera. “Wir beglückwünschen Sie zu diesem durchschlagenden Erfolg“, schrieb Zapatero am Donnerstag in einem Telegramm. In Spanien herrsche große Freude über den glücklichen Ausgang des Dramas. Spaniens König Juan Carlos sagte: “Was die Willensstärke und den Teamgeist angeht, ist Chile allen ein Vorbild.“

Der chilenische Schriftsteller Antonio Skármeta rief dazu auf, nach der glücklichen Rettung der Bergleute mit der gleichen großen Anteilnahme auch anderen Notleidenden auf der Welt zu helfen. “Wir brauchen nicht erst Tragödien, damit wir uns füreinander interessieren“, sagte Skármeta in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. “Bildlich gesprochen möchte ich sagen, dass es noch viele Menschen in vielen Teilen der Welt gibt, die verschüttet sind, und die wir nicht sehen. Und wir könnten ihnen helfen, wenn wir eine Ethik hätten, wie sie die Welt gegenüber den paar chilenischen Bergleuten entfaltet hat“, sagte der Autor, der lange Jahre in Deutschland lebte.

dpa

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