Messerstecher tötet zwei Menschen in Peking

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Peking - Amoklauf in Peking: Ein Mann hat in der Nähe des Tian'anmen-Platzes in der chinesischen Hauptstadt mit einem Messer mehrere Menschen niedergestochen und zwei dabei getötet.

Zwölf Menschen wurden verletzt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Die Bluttat geschah am Donnerstag zur abendlichen Haupteinkaufszeit in der bekannten Ladenstraße Dashilan unweit des Qianmen-Tors im Zentrum der chinesischen Hauptstadt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden. Die Wachleute seien trotz medizinischer Behandlung ihren schweren Verletzungen erlegen.

Der 42-jährige Täter sei am Tatort von Polizisten auf Patrouille festgenommen worden. Er stamme aus Jilin in Nordostchina. Seine Motive waren unklar. Der Amoklauf ereignete sich ungeachtet eines großen Polizeiaufgebots und strenger Sicherheitsvorkehrungen in Peking im Vorfeld der großen Parade zum 60. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik am 1. Oktober. Am Donnerstagabend liefen im Stadtzentrum erste Vorbereitungen für erneute Proben am Freitag.

Die Polizei kündigte an, die ohnehin strengen Sicherheitsvorkehrungen im Stadtzentrum noch zu verschärfen, um Bewohner und Touristen zu schützen. Aus Angst vor Zwischenfällen patrouillieren nach offiziellen Angaben ohnehin schon rund 7000 zusätzliche Polizisten und Anti-Terrorkräfte die Straßen der Hauptstadt. Zehntausende Freiwillige sind mobilisiert worden, um verdächtige Personen in ihren Nachbarschaften zu melden.

Ähnlich wie zu den Olympischen Spielen vor einem Jahr in Peking wurden zwei Sicherheitsringe mit hunderten Straßensperren um die 17- Millionen-Metropole eingerichtet, um Fahrzeuge und Passagiere zu kontrollieren. Der 60. Jahrestag wird mit der ersten Militärparade seit zehn Jahren und einer großen Propagandaschau begangen. Am späten Freitagabend soll wie an den vergangenen Wochenenden wieder mit Panzern, Militärfahrzeugen und Umzugswaggons für die Parade geprobt werden, an der 200 000 Menschen teilnehmen sollen.

dpa

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