Mörder eines Berliner Rockers offenbar Mitglied bei den Hells Angels

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Berlin - Drei Monate nach dem Mord an einem Berliner Motorradrocker gibt es einen Tatverdächtigen. Der Mann sei Mitglied der Berliner “Hells Angels“- Abteilung „Nomads“, berichtete Spiegel TV.

Die Berliner Polizei bestätigte die Meldung am Donnerstag nicht. Allerdings gab es laut Polizei in dem Fall am Mittwoch Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg, über die auch das Magazin berichtet.

Im Stadtteil Hohenschönhausen war Mitte August ein 33-jähriger Rocker auf offener Straße erschossen worden. Das Opfer soll ein früheres Mitglied der “Hells Angels“ sein, das zu den “Bandidos“ übergelaufen war.

Schießerei im Rockermilieu

Schießerei im Rockermilieu

In Rostock durchsuchte die Polizei am Donnerstag das Klubhaus der “Hells Angels“. In dem Haus soll mit potenzsteigernden Mitteln gehandelt worden sein, die in Deutschland nicht zugelassen sind. Das sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) und bestätigte damit einen Bericht von NDR 1 Radio MV.

Beweise seien beschlagnahmt worden. Worum es sich dabei handelt, wollte der LKA-Sprecher unter Hinweis auf die Ermittlungen nicht sagen. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen überprüfte bei ihrer Offensive gegen die Rockerbanden “Hells Angels“ und “Bandidos“ bislang 1150 Personen. Die Staatsanwaltschaft leitete elf Strafverfahren ein, gegen einen Rocker erging Haftbefehl.

Polizei beschlagnahmte zahlreiche Waffen

Die Polizei beschlagnahmte zahlreiche Schusswaffen, Messer, Baseballschläger und Schlagstöcke. Diese Bilanz zog Innenminister Ingo Wolf (FDP) in seinem Bericht für die Sitzung des Landtags-Innenanschusses am Donnerstag in Düsseldorf.

Der Innenminister schilderte in seinem Bericht die Eskalation der Gewalt zwischen den Banden nach der Ermordung eines “Bandidos“- Rockers Anfang Oktober. Täter soll ein Mitglied der “Hells Angels“ sein. Am 31. Oktober versuchten “Bandidos“ ein unter Kontrolle der “Hells Angels“ stehendes Bordell in Duisburg zu stürmen. Das konnte die Polizei verhindern. Danach attackierten aus anderen Städten angerückte “Hells Angels“ das Duisburger Vereinslokal der “Bandidos“, schlugen Fensterscheiden ein und beschädigten die Hausfassade.

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