Anwalt spricht über brutalen Mord in Söll

Erst Liebe, dann Rache und am Ende (zu späte) Reue?

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Der Tatort an der Eibergbundesstraße bei Söll.
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Söll - Der brutale Mord bei Söll gibt immer noch viele Rätsel auf. Einen Termin für den Prozess gibt es weiterhin nicht. Immerhin hat sich nun der Anwalt des mutmaßlichen Täters zum Motiv und zu den Hintergründen des Verbrechens geäußert.

Wie die Tiroler Tageszeitung am Dienstag berichtet, habe der mutmaßliche Mörder (28) von Antonis C. (32) einst aus Liebe gehandelt. Nun empfinde er jedoch nur noch Reue, erklärte dessen Anwalt Georgios Vlachopoulos gegenüber der Zeitung. "Mein Mandant weiß, dass er ein großes Übel angerichtet hat!"

Zudem habe er zu seiner ehemaligen Geliebten, der Ehefrau des Opfers, inzwischen ein "absolut distanziertes Verhältnis". Die Beziehung der beiden, die in Innsbruck weiter in Untersuchungshaft sitzen, ist zerbrochen. Der Frau wird vorgeworfen, den mutmaßlichen Täter zu dem Mord angestiftet zu haben. Auch Rache spielte zum Tatzeitpunkt offenbar eine Rolle. Der mutmaßliche Täter wollte offenbar die Schläge rächen, die seine Geliebte angeblich von ihrem Ehemann bekommen hatte. Dass es überhaupt Misshandlungen gegeben hat, davon ist der Anwalt inzwischen keineswegs mehr überzeugt.

Wann der Prozess beginnen wird, ist übrigens unklar. Die Staatsanwaltschaft wartet weiter auf den Abschlussbericht des Landeskriminalamtes. Erst dann könne die Anklage formuliert werden, schreibt die Tiroler Tageszeitung weiter.

Zu der brutalen Hinrichtung kam es Anfang November 2016, wo das Opfer durch insgesamt zehn Schüsse in die Brust auf einem Parkplatz an der Eibergbundesstraße bei Söll getötet wurde. Anschließend wollte der mutmaßliche Täter die Leiche in eine Schlucht werfen. Der Tote blieb jedoch an einem Baum hängen, so dass dieser wesentlich früher gefunden wurde, als eigentlich geplant. Der 28-jährige Tatverdächtige und seine mutmaßliche Komplizin wurden nach umfangreichen Ermittlungen wenige Tage später festgenommen.

Quelle: rosenheim24.de

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