Moskauer Justiz fordert Haft für Jesuiten-Mörder

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Dieser Mann ist schuldig, einen deutschen katholischen Pfarrer und seinen Jusuiten Mitbruder umgebracht zu haben.

Moskau - Im Prozess um den Mord an einem deutschen katholischen Priester und seinem Jesuiten-Mitbruder in Moskau hat die Staatsanwaltschaft 15 Jahre Haft für den Angeklagten gefordert.

Das sagte ein russischer Justizsprecher am Montag nach Angaben der Agentur Interfax. Eine Geschworenenjury in Moskau hatte den 36-jährigen Mann bereits in der Vorwoche grundsätzlich wegen der im Oktober 2008 begangenen Bluttat schuldig gesprochen. Es war aber unklar, ob das Urteil noch am Montag verkündet werden sollte.

Die Jury sah es als erwiesen an, dass der Mann im Affekt und unter Alkohol in der Jesuiten-Wohnung den aus Ecuador stammenden Pater Victor Betancourt (42) im Oktober 2008 mit einer Hantel erschlagen hat, nachdem der Priester ihn sexuell bedrängt habe. Um das Verbrechen zu vertuschen, soll der Täter der Anklage zufolge auch den heimkehrenden Russlanddeutschen Otto Messmer (47) getötet haben.

In diesem Punkt sahen die Geschworenen allerdings keine eindeutige Beweislage. Die Obduktion hatte ergeben, dass Messmer einen Tag nach Betancourt ermordet wurde. Die Jesuiten waren Partner des Freisinger Osteuropa-Hilfswerks Renovabis. Der arbeitslose Angeklagte, der wegen Raub und Vergewaltigung vorbestraft ist, hatte laut russischen Medien den Mord an Betancourt gegenüber den Ermittlungsbehörden eingeräumt.

dpa

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