Mutmaßlicher Doppelmörder entkommt in Pappkarton

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Ein mutmaßlicher Doppelmörder ist in Frankreich in einem Pappkarton auf einem LKW aus dem Gefängnis entkommen.

Paris - In einem Pappkarton hat sich ein mutmaßlicher Doppelmörder aus einem französischen Gefängnis geschmuggelt. Die Wärter bemerkten nicht, dass er sich in einen LKW geschmuggelt hatte.

Der Lkw-Fahrer entdeckte ein Loch in der Plane seines Transporters und zerrissene Pappe. Die französische Polizei löste nach dem Verschwinden des Mannes am Dienstag Großalarm aus. Rund 100 Sicherheitskräfte seien im Einsatz, sagte ein Behördensprecher am Mittwoch.

Der Gesuchte soll 2004 die 36 Jahre alte Tochter des französischen Schauspielers Roland Giraud (“Drei Männer und ein Baby“) sowie ihre Freundin (32) getötet haben. Er war zuletzt in einem Gefängnis in Auxerre untergebracht. Die kleine Stadt liegt rund 170 Kilometer südöstlich von Paris. Die Leichen der beiden Frauen waren wenige Wochen nach ihrem Verschwinden auf einem Grundstück des Mannes entdeckt worden. Sie lagen in einer Grube unter 450 Kilogramm Schotter.

Der mutmaßliche Täter bestreitet das Verbrechen bis heute. Er sollte im April 2010 vor Gericht gestellt werden. Menschen aus dem ehemaligen Umfeld des mutmaßlichen Mörders zeigten sich besorgt. “Er ist böse, psychopathisch und pervers“, sagte die Ex-Frau dem Radiosender RTL. Roland Giraud bezeichnete die Flucht als Schuldgeständnis.

dpa

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