Nach Protesten: Yemenia-Start in Paris verhindert

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Ein Yemenia-Maschine.

Paris - Nach dem Airbus-Absturz am Dienstag haben wütende Komorer am Mittwoch in Paris den Start einer Yemenia-Maschine in Richtung Sanaa verhindert.

Die Demonstranten warfen der jemenitischen Fluggesellschaft vor, unsichere Maschinen auf dem Weg zu den Komoren einzusetzen. Die Flughafengesellschaft ADP verlegte den Flug auf ein anderes Terminal. Etwa 100 Passagiere seien in die A330 eingestiegen, berichteten TV-Korrespondenten vom Flughafen.

Passagiere lassen sich Ticket auszahlen

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Ein Passagier, der bei dem Absturz am Dienstag mehrere Freunde verloren hatte, ließ sich das Ticket auszahlen. Rund 20 andere folgten seinem Beispiel. Starke Polizeikräfte sorgten dafür, dass die Passagiere einsteigen konnten. “Das Flugzeug ist nur teilweise besetzt“, sagte i-télé-Korrespondent Marc Fauchoux an Bord der Maschine. “Das Flugzeug ist in gutem Zustand. Das Problem ist der Anschlussflug.“

Es werde darüber verhandelt, die A330 nach Moroni weiterfliegen zu lassen. Viele in Frankreich lebende Komorer nutzen den Ferienbeginn zu einem Heimatbesuch. Vor einem Jahr hatten die Komorer in Frankreich eine Organisation gebildet, um bessere Flugbedingungen bei Yemenia durchzusetzen. Die Flüge von Paris gehen über Marseille nach Sanaa. Dort müssen die Passagiere in ein anderes Flugzeug Richtung Moroni umsteigen.

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Dieser Anschlussflug mit 153 Menschen an Bord führte am Dienstag in den Tod. Bisher wurde nur ein Mädchen lebend geborgen. Der Grund für den Absturz ist unklar. Die Spekulationen drehen sich um schlechtes Wetter, Pilotenfehler und den Zustand des Flugzeugs. dpa

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