17 Tote bei Taliban-Angriff in Afghanistan

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Kandahar - Bei einem Autobombenanschlag und einer anschließenden Schießerei zwischen Angreifern und Sicherheitskräften in der südafghanischen Stadt Kandahar sind acht Menschen getötet worden.

Kämpfer der radikal-islamischen Taliban haben bei einem Angriff auf das Polizeihauptquartier der südafghanischen Großstadt Kandahar mindestens acht Menschen getötet, darunter drei NATO-Soldaten. Wie die Internationale Schutztruppe ISAF am Mittwoch mitteilte, sprengte sich einer der Attentäter vor dem Eingang in einem Auto in die Luft. Anschließend hätten mehrere schwer bewaffnete Aufständische den Gebäudekomplex gestürmt. Bei dem Gefecht am Dienstagabend seien auch fünf afghanische Zivilangestellte ums Leben gekommen. Den Angaben zufolge schlugen Sicherheitskräfte den Angriff zurück.

Ein Taliban-Sprecher bekannte sich zu der Tat und erklärte, fünf Kämpfer hätten die Polizeistation attackiert und “40 afghanische und ausländische Soldaten“ getötet. Zwei Angreifer hätten sich in die Luft gesprengt, die drei anderen seien geflohen. Angaben der Taliban sind unzuverlässig und haben sich oft als falsch herausgestellt.

In Kandahars Nachbarprovinz Helmand starben unterdessen neun afghanische Zivilisten bei einem Bombenanschlag. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, als ihr Minibus von einem Sprengsatz getroffen wurde, teilte das Innenministerium in Kabul mit. Nach Angaben von Menschenrechtlern kamen zwischen Januar und Juni dieses Jahres 1074 Zivilisten im Afghanistan-Konflikt ums Leben, die meisten davon bei Anschlägen der Taliban.

dpa

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