Seit 1974 fehlte von dem Mann jede Spur

Mumifizierte Gletscherleiche ist wohl der vermisste Deutsche

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Neustift/Innsbruck - Ein Bergführer hat am Sonntag auf 3.000 Metern Seehöhe eine mumifizierte Gletscherleiche gefunden. Jetzt steht wohl fest: Es handelt sich bei dem Toten um einen seit über 40 Jahre vermissten Deutschen!

UPDATE, Dienstag, 14.35 Uhr:

Am Dienstag, 29. August, wurde die gerichtlich angeordnete Obduktion des männlichen Leichnams, der am Sonntag am Alpeiner Ferner aufgefunden wurde, vorgenommen. Dabei stellte der Sachverständige, vorbehaltlich der histologischen und toxikologischen Untersuchungsergebnisse, als Todesursache eine Unterkühlung fest. 

Der Verstorbene führte neben diversen persönlichen Gegenständen auch Dokumente mit sich. Somit kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei dem Verstorbenen um den seit 26. August 1974 in dem Auffindungsbereich vermissten deutschen Staatsbürger handelt.

Pressemeldung Landespolizeidirektion Tirol

Die Erstmeldung:

Am Sonntag um 17.40 Uhr meldete ein einheimischer Bergführer der Polizeiinspektion Neustift im Stubaital, dass er an diesem Tag gegen 13.05 Uhr im Zuge einer geführten Bergtour am Alpeiner Ferner westlich der Ruderhofspitze - auf einem Eisfeld in einer Seehöhe von 3.000 Metern - einen halb aus dem Gletschereis ragenden Leichnam gefunden hätte.

Daraufhin wurde mit dem Polizeihubschrauber "Libelle" ein Erkundungsflug zum angezeigten Fundort durchgeführt und der Bergführer, ein Polizeibergführer sowie ein weiterer Alpinpolizist dort abgesetzt. Nach erfolgter Dokumentation der Fundstelle wurde die halb aus dem Eis ragende Gletscherleiche freigelegt. Es konnten an der Fundstelle einige weitere Utensilien, unter anderem ein alter Eispickel und ein Messer aufgefunden werden. 

Die Leiche wurde geborgen, um 19.20 Uhr ins Tal geflogen und über Anordnung der Staatsanwaltschaft Innsbruck zur Feststellung der Todesursache und der Identität in die Gerichtsmedizin Innsbruck gebracht. Die männliche Leiche wies deutliche Mumifizierungsmerkmale auf und im Zuge der Totenbeschau wurde beim Leichnam eine Geldtasche mit einem vermutlichen Dokument aufgefunden. 

Aufgrund der Feuchtigkeit und der Alterung konnte das Dokument vorerst nicht verwertet werden. Anhand der Chronikakten der Polizeiinspektion Neustift konnte ein möglicher Abgängigkeitsfall aus dem Jahre 1974 ausgehoben werden. Ein damals 36-jähriger Deutscher gilt seit 1974 in diesem Bereich als vermisst. Die Ergebnisse der Auswertungen und Ermittlungen sowie der Obduktion stehen noch aus.

Pressemeldung Landespolizeidirektion Tirol/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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