Nordkorea schleppt südkoreanisches Schiff ab

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Kim Jong Il: Der nordkoreanische Machthaber ist nicht für seinen zimperlichen Umgang mit Grenzüberschreitern bekannt.

Seoul - Nordkorea hat ein südkoreanisches Fischerboot abgschleppt, dass sich vermutlich versehentlich in nordkoreanischen Gewässern aufhielt.

Ein südkoreanisches Fischerboot ist nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstagmorgen von einem nordkoreanischen Patrouillenboot aufgebracht und in Richtung Nordkorea geschleppt worden.

Wie es unter Berufung auf Angaben des Verteidigungsministeriums in Seoul hieß, war das Schiff mit seiner vierköpfigen Besatzung vermutlich unabsichtlich in nordkoreanischen Gewässern unterwegs. Die südkoreanischen Behörden forderten die kommunistische Regierung Nordkoreas auf, Schiff und Besatzung unverzüglich freizugeben. In einer ersten Reaktion aus Pjöngjang hieß es, man prüfe den Fall.

Der Vorfall habe sich am frühen Morgen vor der koreanischen Ostküste im japanischen Meer ereignet. “Das Satelliten- Navigationssystem des Schiffes hat scheinbar nicht funktioniert“, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums laut Yonhap. Zu diesem Zeitpunkt habe sich das 29-Tonnen-Schiff etwa sieben Meilen innerhalb nordkoreanischer Gewässer befunden.

Anfang Juni waren zwei US-Journalistinnen vom höchsten Gericht Nordkoreas wegen illegalen Grenzübertritts und “schweren Verbrechen gegen die koreanische Nation“ zu jeweils zwölf Jahren Arbeitslager verurteilt worden waren.

dpa

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