Zwischenbilanz zum Anti-Verhüllungsgesetz 

Burkaverbot: "Es läuft schwierig, wie es zu erwarten war."

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Österreich - Seit dem 1. Oktober ist das Burkaverbot in Kraft. Manfred Reinthaler, Pressechef der Bundespolizeidirektion Wien, zog am Montag eine Zwischenbilanz über die ersten acht Tage der Umsetzung.

Es läuft schwierig, wie es zu erwarten war”, erklärte Manfred Reinthaler gegenüber salzburg24.at. Die Ausnahmen im Gesetz seien oft schwer auszulegen. Da würden noch Klarstellungen getroffen werden müssen, gab Reinthaler zu.  

Wiener Polizei greift auf Spickzettel zurück

Eine Art "Spickzettel", auf dem bisher aufgetauchte Vorfälle aufgelistet seien, soll der Wiener Polizei anfangs als Hilfe dienen. 

Promoter im Hai-Kostüm und frierende Radfahrerin 

Es sind bereits einige kuriose Fälle von Anzeigen nach dem Verhüllungsverbot bekannt. Laut apa.at sei beispielsweise der Auftraggeber eines als Hai verkleideten Promoters in der Wiener Innenstadt angezeigt worden. 

Weiter berichtete derStandard.at, dass eine Radfahrerin in Wien von einem Polizisten abgemahnt worden wäre, da diese aufgrund der niedrigen Temperaturen denSchal bis über den Mund gezogen hätte. 

Schal: “Keine Temperaturen festgelegt”

Eine allgemeine Regelung für das Tragen eines Schals gebe es derzeit noch nicht. “Der Gesetzgeber hat keine Temperaturen festgelegt”, so Karl-Heinz Grundböck, Sprecher des Innenministeriums. Laut Reinthaler würde man für dieses Problem aber demnächst eine Klärung finden. 

Die wichtigsten Informationen rund um das neue Gesetz lesen Sie hier.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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