Während deutscher Besatzung

Papst erinnert an Rettung von Juden in Assisi

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Papst Franziskus am Freitag Assisi

Assisi - Papst Franziskus hat bei seinem Besuch in Assisi an den Einsatz der Kirche für verfolgte Juden während der deutschen Besatzungszeit (1943/1944) erinnert.

Bei seinem Besuch im Bischofspalais der Stadt verwies er am Freitag auf Bischof Giuseppe Placido Nicolini von Assisi (1877-1973), der Hunderten Juden geholfen hatte, indem er sie in Klöstern der Stadt versteckte. Die Geheimaktion sei vom Bischofshaus aus organisiert worden, erinnerte der Papst.

Nicolini hatte nach einem Rundschreiben von Papst Pius XII. vom 16. September 1943 gemeinsam mit seinem Privatsekretär Aldo Brunacci rund 300 Juden gerettet, indem er sie in verschiedenen Männer- und Frauenklöstern verstecken ließ. Die beiden wurden später vom Staat Israel als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt. Ihr spektakulärer Einsatz wurde 1985 unter dem Titel „Assisi underground“ verfilmt.

Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus

Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus

Bilder aus dem Leben von Papst Franziskus I.
1973 war Bergoglio noch einfacher Priester. © AP/dpa
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Hochzeitsfoto der Eltern Bergoglios, Regina Maria Sivori and Mario Jose Bergoglio, aus dem Jahr 1935. Ein Jahr später wurde Bergoglio geboren. © AP/dpa
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Bergoglio (rechts, zusammen mit zwei Klassenkameraden) ging in den frühen 50er-Jahren in eine Schule in Buenos Aires © AP/dpa
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Bergoglios Vater, Mario Jose Bergoglio (Mitte) mit seinen Eltern, Juan und Magarita Vasallo in Buenos Aires (Foto undatiert) © AP/dpa
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In diesem Gebäude in Buenos Aires, einst eine technische Schule, machte Bergoglio seinen Abschluss als Chemietechniker. © AP/dpa
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In einem Seminar lehrte Bergoglio (hier ein Bild aus dem Jahr 1966) Literatur und Psychologie. © ap/dpa
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1969 bekam Bergoglio seine Priestweihe. Hier posiert er (hintere Reihe, 2. v. l.) mit seiner Familie. (Foto undatiert) © AP/dpa
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Bereits als Priester leitete Bergoglio (r., Foto aus dem Jahr 1973) viele Messen. © ap/dpa
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Papst Johannes Paul II. ernannte Bergoglio 2001 zum Kardinal. © ap/dpa
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Dieses Slum von Buenos Aires besuchte Bergoglio zu seiner Zeit als Erzbischof oft. © AP/dpa
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Bergoglio ist Anhänger des Fußballteams von San Lorenzo de Almagro. (Foto aus dem Jahr 2011) © AP/dpa
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Bergoglio ist Mitglied des Fanclubs. © AP/dpa
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Papst Benedikt XVI. bei einem Treffen mit Kardinal Bergoglio im Jahre 2007. © AP/dpa
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Erzbischof Bergoglio bei einer Messe für Drogenabhängige und Arme aus dem Jahr 2008. © dpa
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Die Präsidentin Argentiniens, Cristina Fernandez, soll ein eher kühles Verhältnis zum neuen Papst haben. (Foto aus dem Jahr 2008) © AP/dpa
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Bergoglio fuhr noch als Kardinal von Buenos Aires mit der U-Bahn. (Foto aus dem Jahr 2008) © AP/dpa
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Kardinal Bergoglio beim Heiligen Abendmahl (Foto aus dem Jahr 2009) © AP/dpa
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Kardinal Bergoglio bei einer Messe (Foto aus dem Jahr 2009). © AP/dpa
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Die Volksnähe hat er sich bewahrt: Bergoglio trinkt Mate, das Nationalgetränk Argentiniens. (Foto aus dem Jahr 2013) © AP/dpa
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Kardinal Bergoglio einen Tag vor Beginn des Konklaves, bei dem er zum neuen Papst gewählt wurde. © dpa
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Als Papst nennt er sich Franziskus - nach dem Heiligen Franz von Assisi. © AP/dpa
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Die jüngste Stimme von Papst Bergoglio, María Elena Bergoglio (65), hat ihren Pass erneuert, um ihren Bruder in Rom besuchen zu können. © dpa

Papst Franziskus hat die Welt außerdem eindringlich zu Harmonie und Frieden im Sinne Franz von Assisis aufgerufen. Dessen Geburts- und Wirkungsstätte in Umbrien besuchte der Pontifex am Freitag. In einem flammenden Appell forderte Franziskus ein Ende der vielen bewaffneten Konflikte, der Gewalt und Zwietracht. Die umbrische Stadt in Mittelitalien ist der Geburtsort des heiligen Franz von Assisi, dessen Namen sich der Argentinier Jorge Mario Bergoglio als Papst gegeben hatte. Er strebt nach dem Vorbild des Heiligen, der vor 800 Jahren lebte und wirkte, eine Kirche für die Armen an.

„Hören wir den Schrei derer, die weinen, leiden und sterben aufgrund der Gewalt, des Terrorismus und des Krieges - im Heiligen Land, das der heilige Franziskus so sehr liebte, in Syrien, im Nahen Osten, in der Welt“, rief er in einer Messe vor 50 000 Gläubigen in Assisi aus. Christen sollten „Werkzeuge des Friedens“ unter den Menschen und mit der Natur sein. „Achten wir die Schöpfung, seien wir nicht Werkzeuge der Zerstörung“, sagte der Papst in der Messe.

Umjubelt von Gläubigen hatte Franziskus seinen Besuch bei den Franziskanern in Assisi am Morgen begonnen. „Viva il Papa“-Rufe empfingen ihn an dem Gedenktag des heiligen Franz. Nach Begegnungen mit Kranken, behinderten Kindern, Armen und Obdachlosen betete das Oberhaupt der katholischen Kirche am Grab des heiligen Franziskus. Nach einem Mittagessen mit Armen in einem Caritas-Zentrum wollte der 76 Jahre alte Papst bei seinem eintägigen Besuch auf den Spuren des Namensgebers noch Kleriker, Ordensleute und Jugendliche treffen.

Bilder: Papst Franziskus begeistert am Zuckerhut die Massen

Bilder: Papst Franziskus begeistert am Zuckerhut die Massen

Bilder: Über eine Million junge Pilger bereiteten Papst Franziskus entlang des Strandpromenade erneut einen umjubelten Empfang. © AP
Bilder: Über eine Million junge Pilger bereiteten Papst Franziskus entlang des Strandpromenade erneut einen umjubelten Empfang. © AP
Bilder: Über eine Million junge Pilger bereiteten Papst Franziskus entlang des Strandpromenade erneut einen umjubelten Empfang. © AP
Bilder: Über eine Million junge Pilger bereiteten Papst Franziskus entlang des Strandpromenade erneut einen umjubelten Empfang. © AP
Bilder: Über eine Million junge Pilger bereiteten Papst Franziskus entlang des Strandpromenade erneut einen umjubelten Empfang. © AP
Bilder: Über eine Million junge Pilger bereiteten Papst Franziskus entlang des Strandpromenade erneut einen umjubelten Empfang. © AP
Bilder: Über eine Million junge Pilger bereiteten Papst Franziskus entlang des Strandpromenade erneut einen umjubelten Empfang. © AP
Bilder: Über eine Million junge Pilger bereiteten Papst Franziskus entlang des Strandpromenade erneut einen umjubelten Empfang. © AP
Bilder: Über eine Million junge Pilger bereiteten Papst Franziskus entlang des Strandpromenade erneut einen umjubelten Empfang. © AP
Bilder: Über eine Million junge Pilger bereiteten Papst Franziskus entlang des Strandpromenade erneut einen umjubelten Empfang. © AP

„Er träumte von einer armen Kirche, die sich um die anderen kümmern würde, ohne an sich selbst zu denken“, hatte Franziskus über Franz von Assisi gesagt. Dessen Ideal einer missionarischen und armen Kirche bleibe mehr als gültig. Dieser Einstellung folgt auch der Papst in seinem Pontifikat. Franz von Assisi, Sohn eines reichen Tuchhändlers, gründete einen Bettelorden, der eine Erneuerung der Kirche anstrebte. Er war auch ein Freund der Tiere und der Umwelt.

KNA

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