Doch nicht erschossen

Jagdpächter entdeckt beim Pilzsuchen toten Wolf

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Ein Wolf frisst in seinem Gehege in Brandenburg. Foto: Patrick Pleul/Symbolbild

Siegadel - Ein Jagdpächter stieß am Samstag in einem Waldstück in Siegadel im Süden des Bundeslands beim Pilzsuchen auf einen toten Wolf. Zunächst hieß es, das Tier sei erschossen worden.

Update: Wie die Polizei am 13. Oktober mitteilte, wurde der Wolf doch nicht erschossen. Dazu hieß es in einer Pressemitteilung: "Das Institut für Zoo- und Wildtierforschung teilte am Dienstag der ermittelnden Kriminalpolizei mit, dass die bei Siegadel verendete Wölfin nicht beschossen wurde. Die Verletzungen stammten von einer nicht mehr näher zuordbaren Einwirkung von außen."

Zuvor war berichtet worden, dass das Tier beim Fund noch warm war und ein Projektil in der Schulter steckte. Der Jagdpächter sagte laut Polizei, das Tier hätte mit einer solchen Verletzung theoretisch noch 24 Stunden unterwegs sein können.

Die Kriminalpolizei ermittelte wegen des Verstoßes gegen das Artenschutzgesetz. Denn der Wolf ist nach internationalem und deutschem Recht streng geschützt.

Immer wieder werden erschossene Wölfe in Südbrandenburg entdeckt. Einige von ihnen waren sogar geköpft. Die Staatsanwaltschaft Cottbus hatte erst kürzlich Ermittlungen zu einem geköpften Wolf an der Grenze zu Sachsen eingestellt, weil der Täter nicht ermittelt werden konnte.

In Brandenburg gibt es nach Angaben des Landesumweltamtes neben mehreren Einzeltieren auch 18 Wolfsrudel. Sie leben vor allem im Süden. Anfang des 20. Jahrhunderts war der Wolf in Deutschland ausgerottet. Seit einigen Jahren wandern sie aber wieder ein und pflanzen sich auch fort.

Infos zu Wölfen in Brandenburg

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