Piraten werden immer raffinierter

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New York - Die Piraten vor der Küste Ostafrikas werden nach Angaben der Vereinten Nationen immer raffinierter. UN-Somalia-Beaftragter will Verfolger stärken und besser vernetzen.

Zwar hätten “der Einsatz von Marineschiffen und -flugzeugen und der verstärkte Selbstschutz der Schiffe die Zahl der erfolgreichen Angriffe in der Region beträchtlich reduziert“, sagte der UN-Somalia-Beauftragte Ahmedou Ould Abdallah am Mittwoch in New York.

“Gleichzeitig wenden die Piraten aber immer raffiniertere Methoden an und greifen weiter draußen auf See an. Das erhöht zwar ihre Kosten, dieses Risiko sehen sie aber immer noch als lohnend an.“

Piraterie sei ein “hochprofitables Geschäft“, ein “Verbrechen mit vielen Fangarmen“. Die internationalen Marineverbände seien zwar ein entscheidender Schutz der humanitären Hilfe für Somalia.

Dennoch sei ein umfassender Plan nötig: “Wir brauchen in der Region einen stabilen Frieden, eine wirksame Regierung, ein funktionierendes Rechtssystem und für die Somalier legale Alternativen zur Piraterie.“ Abdallah kündigte an, dass die Vereinten Nationen Bemühungen Somalias und speziell der teilautonomen Region Puntlands im Kampf gegen die Piraten unterstützen würden.

Dafür sollen zivile Polizeikräfte verstärkt und die Kommunikation unter den Strafverfolgern verbessert werden. Schon Mitte nächsten Jahres könnten mit Hilfe der UN und von Interpol Polizeieinheiten Puntlands in ländlichen Gebieten und an der Küste einsatzbereit sein. Ziel müsse es sein, dass Piraten in Somalia rechtsstaatlich verurteilt und inhaftiert werden könnten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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