Ermittlungen dauern bis August

Pistorius hat Ärger mit der Steuerbehörde

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Johannisburg - Noch immer ermittelt die Staatsanwaltschaft in Südafrika wegen Mordes gegen Sprintstar Pistorius. Ein Ergebnis hat das Verfahren bereits nach sich gezogen: eine Steuerstrafzahlung.

Die Mordermittlungen gegen den südafrikanischen Läufer Oskar Pistorius haben offenbar auch noch ein Steuerverfahren nach sich gezogen. Die südafrikanische Steuerbehörde habe den beinamputierten Paralympics-Star mit einer Strafe von „unter einer Million Rand“ (rund 80 000 Euro) belegt, meldete die Zeitung „City Press“ am Sonntag. Hintergrund ist die Offenlegung von Pistorius' Vermögensverhältnissen für seine Freilassung auf Kaution im Februar.

Pistorius soll am 14. Februar - dem Valentinstag - seine Freundin Reeva Steenkamp getötet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vorsätzlichen Mord vor, er selbst spricht von einem tragischen Versehen. Am 22. Februar wurde Pistorius gegen eine Kaution von umgerechnet rund 87 000 Euro freigelassen. Die Mordermittlungen gegen ihn sind noch nicht abgeschlossen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft könnten sie sich noch bis August hinziehen.

Pistorius-Freundin Reeva Steenkamp: Juristin, Model und Fernsehstar

Pistorius-Freundin Reeva Steenkamp (†): Juristin, Model und Fernsehstar

In den Gerichtspapieren für die Freilassung auf Kaution hatte der 26-Jährige sein Jahreseinkommen mit umgerechnet rund 490 000 Euro angegeben. Zudem erklärte er, er besitze drei Häuser und ein Grundstück, die zusammen etwa 770 000 Euro wert sein sollen. Nach Darstellung des „City Paper“ besitzt er aber noch ein weiteres Haus in Johannesburg im Wert von umgerechnet knapp 790 000 Euro. Dieses war in den Gerichtsakten nicht aufgetaucht. Pistorius habe die Strafe bezahlt, berichtete das Blatt weiter.

Pistorius' Onkel erklärte in einer Email an die Nachrichtenagentur AP am Sonntag lediglich: „Oskar ist steuerehrlich.“ Auf Details des Zeitungsberichts ging er nicht ein. Die Familie hatte zuvor Medienberichte dementiert, wonach die hohen Kosten für seine Verteidigung den Sprintstar in den Ruin treiben.

Für den 4. Juni ist eine Anhörung vor Gericht mit Pistorius geplant. Doch sei der Termin nur auf etwa zehn Minuten angesetzt, erklärte die südafrikanische Nationale Anklagebehörde am Samstag. Die Anhörung werde dann vermutlich vertagt. Die Polizei habe die Sammlung und Sichtung von Beweisen sowie die Zeugenbefragung noch nicht abgeschlossen.

AP

Rubriklistenbild: © AP

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