Nach einem Sturm der Empörung

Polizeifunktionär in Mexiko tritt nach Foltervorwürfen zurück

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Ein Kunstwerk des chinesischen Künstlers Weiwei zu den verschleppten Studenten von Azotyinapa in Mexiko. 

Nach Foltervorwürfen im Zusammenhang mit Ermittlungen zu 43 in Mexiko verschleppten Studenten ist ein hochrangiger Polizeifunktionär zurückgetreten.

Morelia - Carlos Gómez Arrieta stelle seinen Posten als Staatssekretär für öffentliche Sicherheit im Bundesstaat Michoacán zur Verfügung, um die Untersuchung des Vorfalls zu erleichtern, teilte die Behörde am Samstag mit.

Zuvor war ein Video aufgetaucht, in dem zu sehen sein soll, wie der Mann einen Verdächtigen im Fall Ayotzinapa verhört. Am Ende des Clips zieht ein anderer Polizist dem Gefangenen eine Plastiktüte über den Kopf. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war Gómez Arrieta Chef einer Polizeieinheit unter Befehl der Generalstaatsanwaltschaft, die die Ermittlungen leitete.

Die Entführung der Studenten hatte auf der ganzen Welt einen Sturm der Empörung ausgelöst. Polizisten hatten die Lehramtsstudenten der Universität Ayotzinapa im September 2014 im Bundesstaat Guerrero verschleppt und dem Verbrechersyndikat Guerreros Unidos übergeben. Den offiziellen Ermittlungen zufolge wurden die jungen Männer getötet und verbrannt. Unabhängige Untersuchungen zweifeln das allerdings an. Die Einzelheiten und Hintergründe der Tat sind noch immer unklar.

dpa

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