Haftbefehl an Elite-Uni

Prüfungsangst: Student löst Bombenalarm aus

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Polizisten durchsuchten den Campus stundenlang nach Sprengstoff, wurden aber nicht fündig.

Boston - Nach dem falschen Bombenalarm an der US-Eliteuniversität Harvard haben die Behörden einen Studenten als mutmaßlichen Verursacher ausgemacht.

Der 20-Jährige habe mit der Bombendrohung einer Prüfung entgehen wollen, teilte die Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Massachusetts mit. Noch am Mittwoch werde er vor einem Haftrichter erscheinen. Dem jungen Mann drohen bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von 250.000 Dollar (180.000 Euro).

Die prestigeträchtige Universität in Cambridge bei Boston hatte am Montag wegen eines Bombenalarms vier Gebäude evakuiert. Die geplanten Klausuren zum Ende des Herbstsemesters fielen aus. Polizisten durchsuchten den Campus stundenlang nach Sprengstoff, wurden aber nicht fündig.

Laut Staatsanwaltschaft hatte der verdächtige Harvard-Student am Montagmorgen in anonymen E-Mails an die Polizei, die Universität und an die Studentenzeitung gewarnt, dass auf dem Campus Splitterbomben platziert worden seien. "Beeilen Sie sich, da sie bald explodieren", soll er eine halbe Stunde vor Prüfungsbeginn geschrieben haben. Den Angaben zufolge räumte der junge Mann die Tat ein. Harvard bestätigte in einer Erklärung, dass ein Student der Hochschule festgenommen worden sei.

afp

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