Der Wal, der Öl frisst

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Auf dem Reinigungsschiff "The Whale" ruht alle Hoffnung im Golf von Mexiko.

Washington - Wenn der Supertanker im Golf von Mexiko mit dem Namen "The Whale" (der Wal) hält was er verspricht, ist bald ein wirksames Mittel gegen die Ölpest im Golf von Mexiko gefunden.

Erste Ergebnisse zum Einsatz des Supertankers “A Whale“ im Golf von Mexiko könnten dem US-Sender CNN zufolge noch am Montag vorliegen. Erweist sich das Reinigungsschiff als erfolgreich, könnte es eine Schlüsselrolle im Kampf gegen die Ölpest spielen. “A Whale“ (“Ein Wal“) wurde am Wochenende nördlich des Lecks getestet.

Ölpest im Golf von Mexiko: Chronologie des Versagens

Ölpest im Golf von Mexiko: Chronologie des Versagens

Läuft alles nach Plan, könnte der Tanker noch vor Mitte der Woche damit beginnen, im Dauerbetrieb öliges Wasser aufzunehmen und gereinigtes auszupumpen. Bis zu 80 Millionen Liter der schmierigen Brühe könnte der Ölsauger so täglich von der Meeresoberfläche entfernen, hoffen Experten. Das wäre ein gewaltiger Fortschritt im Kampf gegen die weitere Ausbreitung der Ölpest.

Der Supertanker aus Taiwan ist so hoch wie ein zehnstöckiges Haus und lang wie dreieinhalb Fußball-Felder. Er kam Mitte vergangener Woche im Golf von Mexiko an. Es ist der erste Einsatz dieser Art für das Riesenschiff. Die taiwanesische Gesellschaft TMT rüstete den Öltanker eigens für den Einsatz im Golf von Mexiko um.

Ölkatastrophe kostet BP mehr als 3 Milliarden Dollar

BP hat nach eigenen Angaben inzwischen 3,12 Milliarden Dollar (2,48 Milliarden Euro) für die Eindämmung der Ölpest im Golf von Mexiko und die Entschädigung von Betroffenen gezahlt. Insgesamt seien 47.000 Anträge von Geschädigten bearbeitet worden, ihnen seien 147 Millionen Dollar ausbezahlt worden, erklärte das Unternehmen am Montag in London.

Die Ölbohrplattform “Deepwater Horizon“ explodierte am 20. April, elf Arbeiter kamen bei dem Unglück ums Leben. Seit der Explosion sind mehrere hundert Millionen Liter Rohöl ins Meer gelaufen. Da sich das offene Bohrloch in etwa 1.500 Metern Tiefe befindet, ist es bisher nicht gelungen, das Leck zu schließen.

dpa/dapd

Zurück zur Übersicht: Welt-News

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser