Kurioses Sommerfest 

Rot, röter, „La Tomatina“: Die Tomatenschlacht in Spanien

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Die Tomatenschlacht in Buñol lockt jedes Jahr Tausende an. 

Eine Stadt sieht rot: 22.000 Spanier und Touristen haben sich in der ostspanischen Ortschaft Buñol ungefähr eine Stunde lang mit Tomaten beworfen. Warum machen die das?

Buñol - Die „größte Tomatenschlacht der Welt“ hat den spanischen Ort Buñol am Mittwoch metertief in eine matschig-rote Brühe getaucht. Mehr als 20.000 „Krieger“ bewarfen sich in der Ortschaft in der Provinz Valencia am Vormittag gemäß der Tradition eine Stunde lang mit überreifen Tomaten. Als Munition diente ihnen dabei in diesem Jahr eine Rekordmenge von 165 Tonnen der Früchten. Das Resultat der „Tomatina“: ein See aus knallroter Brühe, der den Teilnehmern teilweise bis zu den Knien reichte.

Die Tomaten werden traditionell von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt und wurden von sieben Lastwagen abgeworfen. Das Volksfest findet seit mehr als 70 Jahren immer am letzten Mittwoch im August statt. Das Spektakel erfreute sich jahrelang so großer Beliebtheit, dass teilweise bis zu 50.000 wurffreudige Menschen anreisten und die Gemeinde mit ihren 9000 Einwohnern völlig überfordert war. Deshalb war die Teilnehmerzahl im Jahr 2013 auf 22.000 begrenzt worden.

Laut Guinness-Buch der Rekorde handelt es sich um die weltweit größte Lebensmittelschlacht. Jedoch ist das Festival nicht ganz ungefährlich. Die Veranstalter riefen deshalb dazu auf, die Tomaten vor dem Werfen in der Hand zu zerdrücken, um die Wucht des Geschosses abzumildern. Viele trugen zum Schutz der Augen Taucherbrillen.

Die Zahl der Sicherheitskräfte war nach den Terrorattacken von Katalonien aufgestockt worden. 740 Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte waren im Einsatz, um die Feierwütigen vor allem vor sich selbst zu schützen. Das seien etwa fünf Prozent mehr als im vergangenen Jahr gewesen, teilte die Verwaltung der ostspanischen Kleinstadt mit. Polizeiautos waren an den Zufahrten zu den engen Straßen der Stadt postiert. Bei den Anschlägen vor rund zwei Wochen in Barcelona und Cambrils waren 16 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden. Auch ein Helikopter war Medienberichten zufolge im Einsatz.

dpa

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