Prozess in Salzburg

Vier Jahre Haft für verurteilten Vergewaltiger 

Salzburg - Der Angeklagte bestritt die Tat bis zum Schluss. Wie seine DNA auf die Haut der Frau gekommen sei, könne er sich nicht erklären.

Ein 32-jähriger Mann hat am Donnerstag wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung an einer 21-jährigen Frau in der Salzburger Innenstadt vor dem Landgericht gestanden. Das Gericht hat ihn für schuldig befunden und zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt, wie salzburg24.at berichtet.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Weder der Verteidiger noch die Staatsanwältin haben eine Erklärung bezüglich des Urteils abgegeben. Möglich sind in einem Fall wie diesem zwischen einem Jahr und zehn Jahren Haft.

Dem Mann wird angelastet, am 19. März in den frühen Morgenstunden in der Linzer Gasse der Salzburger Altstadt eine 21-jährige Flachgauerin vergewaltigt zu haben. Laut Anwalt Stefan Rieder leidet die Salzburgerin nach der Attacke noch immer an einem Verfolgungswahn.

Vor Gericht beteuerte der Mann bis zum Schluss seine Unschuld. Er habe nur nach ihrer Tasche greifen wollen, woraufhin sie ihn zu Boden geworfen habe. Jedoch sind auf Wangen, Lippen und Hals der Frau DNA-Spuren des Mannes gefunden worden. Wie diese dorthin gekommen sind, könne sich der Asylbewerber nicht erklären.

Ein junger Mann, der Freund der Frau, kam zu dem Vorfall hinzu, weil er sie abholen wollte. "Dann hörte ich ihre Schreie", sagte der Salzburger vor Gericht. "Sie erzählte, der Mann habe ihr intim unter den Rock gegriffen. Sie war komplett aufgelöst."

Nach dem Vorfall ist der Marokkaner mit Hilfe eines Phantombildes gesucht worden. Am 28. März ist er in Innsbruck festgenommen worden. Er hat einen negativen Asylbescheid und ist wegen Eigentumsdelikten in Österreich zweifach vorbestraft.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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