Spatenstich am Haunsberg bei Salzburg

Forschungs- und Begegnungsstätte: Baubeginn der neuen Sternwarte

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Salzburg - Mit dem am 30. Mai erfolgten Spatenstich beginnen die Bauarbeiten der Sternwarte am Haunsberg. Der Rohbau soll noch heuer abgeschlossen werden, im Sommer 2018 folgt die Fertigstellung. Der Bau des Observatoriums ist ein Meilenstein:

Der Neubau wurde erforderlich, weil die bereits 1988 errichtete Sternwarte am Voggenberg sowohl die technischen als auch die betrieblichen Erfordernisse nicht mehr erfüllen kann. Ermöglicht wird das Bauprojekt durch eine private Spende; Land und Stadt Salzburg, Salzburg AG und die Anrainergemeinden beteiligen sich an der Finanzierung. Als idealer Standort erwies sich der Haunsberg im Gemeindegebiet von Nußdorf am Schnittpunkt zu den Gemeinden Obertrum und Anthering. 

Neue Sternwarte als Begegnungsstätte

Die neue Sternwarte öffnet sich sowohl mit ihrer Architektur als auch in ihrer inhaltlichen Ausrichtung. Sie ist eine Plattform für Wissenschaft, Bildung, Kultur und Gesellschaft. Und das ist einzigartig: Im Gegensatz zu reinen Forschungsobservatorien stehen neben dem wissenschaftlichen Anspruch von Anfang an Vermittlung und gesellschaftlicher Auftrag im Fokus – als Forum für Astronomie, Astrophysik und Weltraumtechnologie sowie als interdisziplinäre Begegnungsstätte. 

Mit dieser Zielsetzung möchte das Haus der Natur möglichst viele Menschen für Astronomie und Weltraumforschung begeistern sowie die Interaktion und Auseinandersetzung mit diesen Themen in der Gesellschaft fördern. Getragen werden diese Ziele von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe für Astronomie am Haus der Natur: Seit der Errichtung der Volkssternwarte am Voggenberg ermöglichte sie unzähligen Schulklassen und Interessierten Einblicke in unser Universum. Daneben widmet sich die mitgliederstarke und engagierte Arbeitsgemeinschaft wissenschaftlichen Beobachtungen, Dokumentationen des Sternenhimmels und der Astrofotografie. 

Großes Potential für die Wissenschaft

Auch Landeshauptmann Wilfried Haslauer sieht das große Potential der neuen Sternwarte als Ort für lebendige Wissenschaft und Innovation: „Besonders freut es mich, dass der Neubau mit Unterstützung aus der Region, der Wirtschaft und verschiedenen Ressortbereichen im Land realisiert wird. Ich gratuliere Direktor Norbert Winding sowie der Arbeitsgruppe für Astronomie am Haus der Natur. Ihrem Einsatz und Engagement ist es zu verdanken, dass die neue Sternwarte am Haunsberg errichtet wird." 

Bürgermeister Heinz Schaden meint: „Die neue Sternwarte am Haunsberg wird Aufgaben erfüllen, die wir uns für die Wissensstadt Salzburg gar nicht besser wünschen könnten – als Forschungsstation für die Wissenschaft und zugleich auch offenes Forum für alle Interessierten. Dass das Team vom Haus der Natur die Vermittlerrolle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft großartig beherrscht, lässt sich im Stammhaus am Museumsplatz täglich erleben.“ 

"Neue Sternwarte wird in jeder Hinsicht Horizont erweiternd sein"

Landesrätin Martina Berthold und Landesrat Heinrich Schellhorn zeigen sich ebenso begeistert: „Die neue Sternwarte wird in jeder Hinsicht Horizont erweiternd sein. Sie wird nicht nur baulich größer und moderner, sondern auch inhaltlich. Die neue Sternwarte wird künftig ein Ort für lebendige Wissenschaft und Bildung sein, eine Begegnungsstätte mit dem Wunder der Natur. Mit diesem Neubau wird Salzburg als Wissenszentrum und Kulturland weiter gestärkt

Wir danken dem Haus der Natur und der Arbeitsgruppe für Astronomie für ihr jahrelanges Engagement, diesen Spatenstich zu ermöglichen. Das Land Salzburg unterstützt dieses Bau-Projekt mit 700.000 Euro, damit am Haunsberg ein Ort entstehen kann, der vor allem mehr junge Menschen für Astronomie und Weltraumforschung begeistern wird.“ 

Gebäude und Ausstattung 

Die neue Sternwarte verfügt über zwei Kuppeln und zwei leistungsstarke Spiegelteleskope sowie Beobachtungsterrassen am Dach des Hauses. Dazu bietet das Observatorium einen kombinierten Vortrags- und Veranstaltungssaal mit audiovisueller Medienausstattung inklusive Direktübertragung von Bildern der Teleskope sowie barrierefreie Zugänge und eine nachhaltige Energieversorgung. 

So soll die neue Sternwarte später aussehen

„Wir freuen uns, das Haus der Natur bei der neuen Sternwarte zu unterstützen“, sagt Leonhard Schitter, Vorstandssprecher der Salzburg AG und setzt fort: „Die Salzburg AG plant ein modernes und effizientes Energiekonzept mit einer Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage an der Fassade. Die Sternwarte kann hier so viel Strom erzeugen, wie sie selbst verbraucht und sich damit umweltfreundlich mit Sonnenenergie versorgen.“


Pressemeldung Haus der Natur Salzburg

Quelle: rosenheim24.de

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