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Ab 600 belegten Covid-19 Intensivbetten gibt’s Ausgangsbeschränkungen

Österreich macht ernst: Lockdown für Nicht-Geimpfte kommt

„Geschlossen“-Schilder wie in den Lockdowns wird es zwar nicht mehr geben, aber wenn zu viele Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind wird es in Österreich wieder einen Lockdown geben, allerdings nur für Nicht-Geimpfte.
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„Geschlossen“-Schilder wie in den Lockdowns wird es zwar nicht mehr geben, aber wenn zu viele Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind wird es in Österreich wieder einen Lockdown geben, allerdings nur für Nicht-Geimpfte.

Nachdem auch in Österreich die Zahl der Neuinfektionen sprunghaft ansteigt, hat die Bundesregierung am Freitagabend nach den Beratungen mit den Landeshauptleuten einen strengeren Stufenplan präsentiert. Ausschlaggebend ist nach wie vor die Zahl der belegten Betten auf den Intensivstationen durch Covid-19-Patienten. Sollten bundesweit 600 Betten belegt sein, „gibt es Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte“, so Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Das heißt: Lockdown für Ungeimpfte. Aktuell sind 224 Betten österreichweit belegt. „Für Geimpfte und Genesene wird es keinerlei Einschränkungen geben“, verspricht Bundeskanzler Alexander Schallenberg.

Salzburg/Wien – Nicht nur im Berchtesgadener Land steigt die Zahl der Neuinfektionen seit Tagen dramatisch an, auch im benachbarten Salzburg schießen die Zahlen zum Teil in die Höhe. Die meisten neuen Fälle gibt es im Bezirk Hallein mit fast 600 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner, drei Gemeindegebiete sind wegen über 1000 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner hochgerechnet derzeit mit einer Ausreisekontrolle belegt. Das heißt, für die Ausreise braucht man einen 2,5G-Nachweis, also geimpft, genesen oder zumindest einen PCR-Testnachweis.

Am niedrigsten ist die Inzidenz derzeit übrigens im Pinzgau mit 124,8, dort scheint den meisten bewusst zu sein dass eine gute Wintersaison von einer niedrigen Infektionszahl abhängt, die Impfquote ist im Pinzgau mit 62,7 Prozent übrigens am höchsten, im Bezirk Hallein mit 55 Prozent am niedrigsten.

Kein Lockdown für Geimpfte und Genesene

In den Kliniken des Bundeslandes sind derzeit 67 Covid-19-Patienten, davon 14 auf der Intensivstation. Das sind genau zehn Prozent der vorhandenen Intensivbetten, Tendenz – wie in ganz Österreich – steigend. Die Bundesregierung hat daher ihren Stufenplan für mögliche Gegenmaßnahmen verfeinert, bei einer 25-Prozent-Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten gilt in weiten Bereichen nur mehr die 2G-Regel, also zum Beispiel für die Gastronomie oder Besuche in Kliniken und Seniorenwohnhäusern.

Ab einer Auslastung von 30 Prozent, also 600 Intensivbetten Österreichweit mit Covid-19-Patienten belegt, „wird es Ausgangsbeschränkungen für Nicht-Geimpfte geben“, so Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Nicht-Geimpfte dürften dann den privaten Wohnbereich nur mehr in den von früher bekannten Ausnahmefällen verlassen.

Wilfried Haslauer: „90 Prozent der Gäste sind geimpft“

Auch Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer, selbst erst vor einer Woche aus der Quarantäne nach einem Impfdurchbruch zurück, spricht inzwischen von einer „Pandemie der Ungeimpften“. Die Zahl der Impfdurchbrüche bewege sich aber nur im ein-Prozent-Bereich, die Hotspots seien derzeit vor allem in den Schulen und bei den Nicht-Geimpften zu finden.

„Es gelingt uns einfach nicht substantielle Fortschritte beim Impfen zu erreichen, das ist äußerst bedauerlich, aber wir bleiben dabei, dass es keine Impfpflicht geben wird“. Haslauer will die Teststrategie weiter ausbauen, derzeit werden landesweit die in Wien schon länger verwendeten PCR-Gurgeltests ausgerollt. Die Kosten für alle Tests will die Bundesregierung bis Ende März übernehmen, „das kommentiere ich jetzt auch nicht weiter“, so Haslauer, der sich im Gegensatz zu anderen Landeshauptleute bisher nicht für eine Ende der Gratistests ausgesprochen hat.

Haslauer erwartet sich trotz der steigenden Zahlen eine gute Wintersaison, man habe gelernt mit dem Virus umzugehen, also zum Beispiel mit einer Maskenpflicht in den Gondeln und einem 3G-Nachweis beim Ticketkauf. „Außerdem ist die Impfquote bei den Gästen sehr hoch, die Gletscherbahnen Kaprun sagen uns, dass an die 90 Prozent der Skifahrer geimpft sind und ähnlich wird es auch in der Hotellerie sein“.

hud

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