Anonymer Angriff auf Ambulanz

Sanitäter retten ein Leben - danach finden sie diesen unglaublichen Zettel an der Scheibe

Bei einem Notarzteinsatz in England versuchten Sanitäter, einem Mann das Leben zu retten - dabei versperrten sie wohl eine Ausfahrt. Daran störte sich ein Anwohner und hinterließ den rettenden Kräften eine unfassbare Nachricht.

Birmingham - Notärzte sind aus unserem alltäglichen Leben nicht wegzudenken. Wann immer jemand Hilfe benötigt, sich vielleicht sogar in einem lebensbedrohlichen Zustand befindet, eilen sie herbei und geben ihr Bestes, um Leben zu retten. Bei einem dringenden Einsatz kann es auch mal vorkommen, dass der Einsatzwagen der Rettungskräfte eine Ausfahrt versperrt. 

So auch im britischen Birmingham, als ein Sanitäter-Team um das Leben eines Mannes kämpfte. Wie der Mirror berichtet, soll der Mann in einem äußerst kritischen Zustand gewesen sein - er spuckte Blut. Die Ärzte behandelten ihn sofort nach ihrer Ankunft im Inneren ihres Krankenwagens, der Einsatz soll dem Bericht zufolge gerade einmal 30 Minuten gedauert haben. Diese halbe Stunde war einem Anwohner wohl aber viel zu lang - er hinterließ den Rettungskräften einen Zettel an der Windschutzscheibe. Was er der helfenden Crew darauf mitteilte, macht sprachlos: „Ihr rettet vielleicht Leben, aber parkt euren Wagen nicht an so einer dummen Stelle und blockiert damit meinen Weg.“ 

Der West Midlands Ambulance Service (WMAS) veröffentlichte diese handgeschriebene Notiz auf Twitter. Erschüttert über die Rücksichtslosigkeit mancher Mitmenschen, schrieben sie zu den angefügten Bildern: „Manchmal wissen wir einfach nicht, was wir sagen sollen.“ Des weiteren berichten sie in ihrem Posting, dass der Mann nach der Behandlung im Wagen sogar ins Krankenhaus gebracht werden musste. Gegenüber dem Mirror sagt ein Sprecher der WMAS: „Unsere Mitarbeiter versuchen immer rücksichtsvoll zu parken - aber manchmal ist dafür einfach nicht genug Zeit. Sorry, aber Patienten stehen an erster Stelle.“

Nicht nur unter den ambulanten Helfern sorgt die kleine Notiz für eine Menge Aufregung. Auch Twitter-Nutzer regen sich im Netz über die unfassbare Aktion des Anwohners auf. Ein User schreibt: „Leider gibt es einige egoistische Menschen auf dieser Welt, die sich mehr um ihre Autofahrt kümmern als um das Leben anderer“, ein weiterer meint: „Ekelhaft, dass Menschen überhaupt darüber nachzudenken so etwas zu verfassen. Ich bin mir sicher, diese Menschen würden anders denken, wenn eins ihrer Familienmitglieder behandelt werden müsste. #prioritäten.“ 

Erst kürzlich sorgte ein ähnlicher Fall in Berlin für eine Menge Diskussionen. Dort mussten die Rettungskräfte ein Kleinkind reanimieren. 

Auf einer Autobahn in Bayern kam es zu einer besonderen, aber leider keiner seltenen Art der Respektlosigkeit gegenüber Rettungskräften: Dort musste die schockierte Polizei Gaffer mit Wasser abspritzen - diese filmten, wie drei Leichen geborgen wurden. Mehr Infos zu diesem Vorfall finden Sie auf Merkur.de*.

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Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

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