Schneechaos: Flughäfen Genf & Basel geschlossen

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In der Schweiz und in Großbritannien mussten wegen heftiger Schneefälle Flüge gestrichen werden.

In der Schweiz sind die Flughäfen Genf-Cointrin und der EuroAirport Basel-Mülhausen wegen Schneefällen geschlossen worden. Auch andere europäische Städte sind betroffen.

Die Gesamtschneehöhe in der Stadt Genf betrage damit bereits 17 Zentimeter, was doch eher außerordentlich sei, sagte ein  Meteorologe  am Mittwoch. 

Der Flughafen Genf-Cointrin musste zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen für mehrere Stunden geschlossen werden. Langstreckenflüge wurden teilweise nach Zürich-Kloten umgeleitet. Rund 30 Flüge mussten annulliert werden, bis die Piste gegen Mittag vom Schnee befreit wieder freigegeben werden konnte.

Das gleiche Bild bot sich am EuroAirport in Basel-Mülhausen, wo die Piste wegen des Schneefalls ebenfalls geschlossen werden musste. Bis 9 Uhr am Morgen waren bereits acht Abflüge verspätet und sechs Maschinen konnten nicht landen.

Der Schnee fiel außerdem zusammen mit dem Streik der französischen Zivilluftfahrtbehörde, von dem ebenfalls Einschränkungen im Flugverkehr erwartet wurden, insbesondere bei Flügen mit französischen Verkehrsrechten.

Auch Großbritannien betroffen

Im Bahnverkehr kam es zu massiven Verspätungen im Berufsverkehr. Fast im ganzen Land war in der Nacht zum Mittwoch Schnee gefallen, teilte der Wetterdienst mit. Auch London lag unter einer weißen Decke. Großbritannien plagt seit rund drei Wochen einer der härtesten Winter der vergangenen Jahrzehnte. Unternehmensverbände schätzen, dass das schlechte Wetter pro Tag für die Wirtschaft einen Schaden von rund 600 Millionen Pfund (671 Millionen Euro) anrichtet, weil zahlreiche Menschen nicht zur Arbeit gelangen.

Streik und Wetter legen auch Pariser Flughäfen lahm

Ein Fluglotsenstreik sowie Schnee und Eis haben am Mittwoch in Frankreich für erhebliche Behinderungen des Flugverkehrs gesorgt.

An den großen Pariser Flughäfen Charles de Gaulle und Orly fielen Dutzende Flüge aus, zahlreiche andere hatten zum Teil erhebliche Verspätungen.

Allein die französische Gesellschaft Air France strich in Orly die Hälfte aller europäischer Verbindungen und Inlandsflüge. Auch Lufthansa- und Air-Berlin-Flüge von und nach Paris waren betroffen.

Die französische Zivilluftfahrtbehörde DGAC forderte Passagiere auf, sich bei den Fluggesellschaften über den Status ihrer Verbindungen zu informieren.

Mit dem Streik protestieren die Fluglotsen gegen geplante Umstrukturierungen. Sie befürchten, dass diese schlechtere Arbeitsbedingungen und den Stellenstreichungen zur Folge haben werden. Der Streik sollte am Donnerstag fortgesetzt werden.

Wetter schuld an Chaos bei der Deutschen Bahn

Auch auf den Schienen gibt es Probleme: Die Deutsche Bahn hat den Zugverkehr auf wichtigen Strecken eingeschränkt und begründet den Schritt mit dem Winterwetter.

Betroffen sind die ICE-Strecken zwischen Köln und Brüssel/Amsterdam, Hamm und Köln sowie München und Hamburg/Bremen.

Auf dem Internetauftritt der Bahn ist von “witterungsbedingten Anpassungen“ die Rede.

Umsteigen und längere Reisezeiten

Weil sich die Lieferung neuer Radsätze für ICE-3- sowie ICE-T-Züge verzögert, müssen Fahrgäste mit weiteren Störungen rechnen. 

So können die ICE-Züge von Köln nach Brüssel und Amsterdam zurzeit nicht grenzüberschreitend verkehren. Außerdem entfallen bis Montag alle ICE zwischen Aachen und Brüssel.

Als Alternative bietet die Bahn den Umstieg in Pendelzüge an. Sie kündigt in diesem Zusammenhang eine Verlängerung der Reisezeit von 60 bis 90 Minuten an.

ap/dpa

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