Unheilbarer Gehirntumor

Diese Frau wird sich in 22 Tagen umbringen

+
Brittany Maynard wird sich am 1. November selbst ihr Leben nehmen.
  • schließen

Portland/USA - Sie ist erst 29 Jahre jung und glücklich verheiratet. Doch am 1. November wird Brittany Maynard ihrem Leben mit einem tödlichen Medikament ein Ende setzen.

Am 1. November wird sich Brittany Maynard im Kreise ihrer Familie und besten Freundin mit einem hoch dosierten Betäubungsmittel selbst töten. Nachdem sie es geschluckt hat, wird sie für immer friedlich einschlafen. Zwei Tage zuvor möchte sie ein letztes Mal mit ihrem Ehemann feiern - er hat nämlich Geburtstag am 30. Oktober.

"Es gibt keine Zelle in meinem Körper, die sterben will. Ich möchte leben", erklärte die 29-Jährige in einem Interview mit dem Magazin "People". Doch ein unheilbarer Tumor in ihrem Kopf und die Angst vor dem schmerzhaften Endstadium der Krebskrankheit führten zu dem Entschluss zum Freitod. "Ich habe mit vielen Experten darüber gesprochen, wie ich sterben werde, und es ist furchtbar. Selbst entscheiden zu können und in Würde zu gehen, ist für mich weniger schlimm", so Maynard gegenüber dem Magazin.

Neben den auch mit starken Morphinen kaum zu lindernden Schmerzen, drohen ihr im Endstadium Persönlichkeitsveränderungen, verbale, motorische und kognitive Ausfälle. Ihre Lebenserwartung beträgt nur noch wenige Monate, nachdem im April festgestellt wurde, dass sie unter einem Glioblastom leidet, einem Gehirntumor der bösartigsten Form. Schon zuvor war sie operiert worden, als im Januar 2014 ein Tumor in ihrem Kopf festgestellt wurde. Da lautete die Prognose immerhin noch mehrere Jahre Lebenserwartung.

Für die Möglichkeit der aktive Sterbehilfe war Brittany Maynard nun kurzfristig noch von Kalifornien in den Bundestaat Oregon gezogen. Dort erlaubt der "Death with Dignity Act" einen ärztlich begleiteten Tod.

Nun ging sie an die Öffentlichkeit, um für die Legalisierung der Sterbehilfe in anderen US-Bundesstaaten zu werben: "Nur wenige haben, so wie ich, die Möglichkeit, in einen anderen Staat zu ziehen, um zu sterben", erklärt sie in einem Youtube-Video. Bisher haben neben Oregon nur Washington und Vermont eine ähnliche Sterbehilfe-Gesetzgebung.

Mit diesem Video will Maynard über ihr Schicksal aufklären:

 

Die Geschichte bewegt nun nicht nur die USA, sondern die ganze Welt und wird von vielen Medien aufgegriffen. Unter den Hashtags #‎brittanymaynard‬ und #deathwithdignity (dt.: Tod mit Würde) wird auf Twitter ihr Vorhaben und der Gang an die Öffentlichkeit kommentiert. Viele bewundern ihren Mut und rufen zu einer Online-Unterschriftenaktion zum Dank an sie auf:

Andere zeigen sich von der Geschichte einfach tief berührt:

mg/ro24

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Welt-News

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser