Tierquälerei oder Vergnügen

Stierhatz in Pamplona fordert Verletzte 

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Die bei Tierschützern umstrittene Stierhatz in Pamplona fordert immer wieder Verletzte.

Pamplona - Bei der ersten Stierhatz des Sommers in Pamplona sind mehrere Menschen zumeist leicht verletzt worden. Vier Teilnehmer mussten mit Platzwunden und Gehirnerschütterungen versorgt werden.

Die Hatz dauerte nur zweieinhalb Minuten. Da die Straßen aber mit Menschen überfüllt waren, stolperten mehrere Teilnehmer und stürzten. Andere wurden von den bis zu 600 Kilogramm schweren Stieren überrannt. Verletzte durch Hornstöße gab es nach ersten Angaben nicht.

Große Stierhatz in Pamplona

Bei dem gefährlichen Spektakel werden noch bis zum 14. Juli jeden Morgen sechs Kampfstiere und sechs zahme Leitochsen durch die Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt, wo sie abends von Toreros getötet werden. Hunderte wagemutige Männer, die “mozos“, rennen auf der 825 Meter langen Strecke vor den Tieren her. Als einzige “Waffe“, um die Bullen von sich fernzuhalten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt.

Die Hatz (“encierro“) war durch Ernest Hemingways Roman “Fiesta“ (1926) weltbekannt geworden. Seit 1924 kamen 14 Läufer ums Leben, zuletzt 2003 ein 62-jähriger Spanier. Tierschützer kritisieren die Hatz schon seit Jahren als Tortur für die Stiere.

dpa

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