Tiertrainerin offenbar Opfer ihres Leichtsinns

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Die von einem Schwertwal im Freizeitpark SeaWorld in Florida getötete Tiertrainerin Dawn Brancheau auf einem Archivbild von 2005.

Orlando - Die von einem Schwertwal im Freizeitpark SeaWorld in Florida getötete Tiertrainerin ist nach Ansicht eines Experten Opfer ihres Leichtsinns geworden.

Sie habe alle Sicherheitsvorkehrungen außer acht gelassen, als sie auf der Plattform des Meerwasserbeckens liegend ihren langen Pferdeschwanz so dicht bei dem Wal im Wasser habe baumeln lassen, sagte der ehemalige Leiter des Dressurprogramms des SeaWorld-Parks in Orlando, Thad Lacinak, am Freitag der Nachrichtenagentur AP. Der Schwertwal habe den Pferdeschwanz als Spielzeug betrachtet und danach geschnappt, sagte Lacinak, der die 40-jährige Dawn Brancheau selbst ausgebildet hat.

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Sie sei eine ausgezeichnete Tiertrainerin gewesen, eine der Besten, die er je getroffen habe. Aber hier habe sie einen tödlichen Fehler begangen, sagte Lacinak, der bis 2008 bei SeaWorld beschäftigt war. Brancheau wurde am Mittwoch vor den Augen entsetzter Besucher im Anschluss an eine Vorführung von dem Wal gepackt und in die Tiefe gerissen. Sie ertrank in dem Meerwasserbecken. Der Bulle mit dem Namen “Tilikum“ war zuvor schon zwei Mal - 1991 und 1999 - an tödlichen Zwischenfällen beteiligt.

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Trotz unterschiedlicher Forderungen, “Tilikum“ entweder freizulassen oder zu töten, erklärte die SeaWorld-Leitung, der Wal bleibe in Orlando und werde weiter für das Zuchtprogramm eingesetzt. Bei einer Freilassung würde er kaum überleben.

Die nach dem Zwischenfall vorübergehend gestoppten Shows mit Schwertwalen sollen am Samstag wieder fortgesetzt werden, wie das Unternehmen SeaWord Parks and Entertainment am Freitag ankündigte. Bis zur Klärung des Unglücks sollen allerdings keine Tiertrainer zu den Walen ins Wasser gelassen werden.

apn

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