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Deutsche Wanderer wollen Bergwacht verklagen: "Zwei Retter hätten gereicht"

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Tirol - Im Februar gingen deutsche Wanderer trotz Lawinengefahr im Tannheimer Tal wandern. Doch die beiden verirrten sich und lösten einen Einsatz der Bergrettung aus. Nun wollen sie ihre Retter verklagen.

Zwei deutsche Schneeschuhwanderer brachen am 3. Februar zu einer Wanderung in Zöblen, trotz Lawinenwarnstufe 3 (erhebliche Gefahr), auf. Die beiden verirrten sich und mussten gerettet werden.

Die Bergrettung Tannheim übernahm den Einsatz und zog mit drei Teams zu je fünf Mann los, um den beiden Deutschen zu helfen. Das berichtet die Zeitung Die Krone. Knapp zweieinhalb Stunden nach Alarmierung der Rettungskräfte fand die Bergrettung die durchnässten Wanderer und versorgte sie mit warmer Kleidung und Getränken. Danach wurden die beiden sicher zurück zum Zugspitzblick gebracht.

Ein erfolgreicher Einsatz also. Doch jetzt, zwei Monate nach dem Rettungseinsatz, wollen die beiden Deutschen die Bergrettung Tannheim verklagen, wie die Zeitung weiter schreibt. Der Grund ist kurios: Laut den Wanderern hätten zwei Retter mit einer Lampe durchaus gereicht, um ihnen zu helfen.Die Rechnung für den Einsatz beträgt 2.261 Euro, laut den Wanderern viel zu hoch,so die Krone. So begründete der Rechtsanwalt, einer der Wanderer, die Forderung in einem Schreiben an die Bergwacht.

Bergrettungs-Landesleiter Hermann Spiegl zeigt sich wenig verständnisvoll: „[...] sich erst retten lassen und die Kosten dann auf eine dermaßen unsympathische Weise abzulehnen, dafür habe ich genau null Verständnis.“

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ics

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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