Todesurteil für drei iranische Oppositionelle

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Mahmud Ahmadinedschad zeigt seinen Pass bei der iranischen Präsidentenwahl im Juni dieses Jahres.

Teheran - Im Massenprozess nach den Wahlprotesten im Iran sind drei Angeklagte nach Medienberichten vom Samstag zum Tod verurteilt worden.

Zwei wurden der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur ISNA zufolge wegen Mitgliedschaft in einer monarchistischen Gruppe schuldig gesprochen, die den Sturz der Republik zum Ziel habe. Der dritte Angeklagte, der Kontakte zur Volksmudschahedin haben soll, sei wegen Verbindungen zu einer terroristischen Gruppe verurteilt worden.

Der Prozess, in dem sich mehr als 100 Aktivisten und prominente Oppositionelle verantworten müssen, begann im August. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International gab den Namen eines der Verurteilten mit Mohammad Resa Ali Samani an und appellierte an Teheran, das Urteil zurückzunehmen. Das Urteil gegen den 37-Jährigen könnte den Weg zu weiteren Todesurteilen für Oppositionelle ebnen, warnte Amnesty.

Bei der Niederschlagung der Proteste gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad am 12. Juni waren nach Oppositionsangaben mindestens 72 Menschen getötet worden.

AP

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