Stephanskirchener und Aschauer kamen ums Leben

Skifahrer lösten Lawine am Großglockner wohl selbst aus

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Ein Polizeihubschrauber landet in Matrei in Osttirol, in der Nähe des Großglockners.
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Kals/Landkreis - Wie die Tiroler Polizei mitteilt, kann bei dem tragischen Lawinenunglück am Freitag eine Fremdbeteiligung wohl ausgeschlossen werden. Zwei Skifahrer aus Stephanskirchen und Aschau im Chiemgau waren dabei ums Leben gekommen.

"Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen haben die beiden Skifahrer die Lawine wohl selbst ausgelöst", erklärte ein Beamter der Polizeiinspektion Matrei auf Nachfrage von rosenheim24.de, "Eine Fremdbeteiligung kann ausgeschlossen werden." Die Ermittlungen seien nun von der Staatsanwaltschaft Innsbruck übernommen worden. Diese würde zu gegebener Zeit deren Ergebnis mitteilen.

Unglück am Freitag

Das Unglück ereignete sich am Freitag im Bereich des Kals-Matreier-Törls am Großglockner in etwa 2.300 Metern Höhe im freien Skiraum. Michael O. aus Stephanskirchen und Dominik W. aus Aschau im Chiemgau waren vermutlich in Richtung Matrei unterwegs, als sie gegen 12.30 Uhr von einem Schneebrett erfasst und verschüttet wurden. Richard L., ebenfalls aus Aschau, der mit den beiden unterwegs war, entging der Katastrophe, weil er über die markierte Piste abfuhr.

Der Abgang wurde wenig später von Einheimischen entdeckt, welche die Rettungskette in Gang setzten. Dominik W. wurde kurz darauf aus zwei Metern Tiefe geborgen, musste aber wenig später für tot erklärt werden. Die Suche nach Michael O. verlief zunächst ohne Ergebnis und musste am Freitagabend wegen der hohen Eigengefahr für die Retter unterbrochen werden. Am Samstagmorgen wurde der Stephanskirchner dann gegen 9.30 Uhr tot unter den Schneemassen entdeckt.

Riesengroße Anteilnahme in der Region

Die Anteilnahme in der Region nach der Lawinenkatastrophe war riesengroß. O. und W. waren bekannte Rennfahrer und auch als Trainer im Skiverband Inngau aktiv. Unter anderem drückten der Skiverband Inngau, der SC Rosenheim und die Bürgermeister von Aschau und Stephanskirchen ihre Trauer und Mitgefühl für die Angehörigen aus.

Quelle: rosenheim24.de

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